
Beamte der Maritime Border Command haben nördlich der Wessel-Inseln ein ausländisches Fischereifahrzeug abgefangen, 100 kg Riff-Fische beschlagnahmt und die Besatzung im Rahmen der Operation LUNAR festgesetzt. Die von der Australian Border Force (ABF) geleitete, multi-agency Taskforce mit Unterstützung der Australian Fisheries Management Authority bekämpft illegale Fischerei entlang der nördlichen Zugangswege Australiens. Die Besatzung wird zur Untersuchung nach Darwin gebracht und muss sich nach dem Fisheries Management Act 1991 verantworten; es drohen Strafverfolgung, Beschlagnahmung des Schiffes und Abschiebung. Die stellvertretende Kommandantin Natasha O’Farrell warnte, dass illegale Fischer „ihren Fang, ihre Ausrüstung und ihr Schiff verlieren“ könnten. Obwohl es sich hauptsächlich um eine Umwelt- und Fischereifrage handelt, verdeutlicht der Vorfall Australiens mehrschichtiges Grenzschutzmodell, das Zoll, Einwanderung und maritime Überwachung vereint. Anhaltende illegale Einfahrten könnten künftige Verhandlungen über Visavergaben mit Herkunftsländern beeinflussen und strengere Prüfungen von Crew-Visa für Fischereiflotten aus Südostasien nach sich ziehen. Unternehmen, die Charter-, Offshore-Energie- oder Forschungsschiffe in den Meeren von Arafura und Timor betreiben, sollten mit verstärkten Kontrollmaßnahmen rechnen und sicherstellen, dass Crew-Dokumente, Arbeitsrechte und Biosicherheitsprotokolle vollständig eingehalten werden, um kostspielige Verzögerungen zu vermeiden.
Quelle: Australian Border Force