
Während eines Live-Politikblogs von ABC am Nachmittag versuchte Nationals-Chef Matt Canavan, den Tourismus- und Agrarsektor zu beruhigen, indem er versicherte, dass eine zukünftige Koalitionsregierung das Working Holiday Maker (WHM)-Programm in einem möglichen Migrationsabkommen mit der Labor-Partei „absolut nicht“ angreifen werde. Diese Aussage erfolgt, während parteiübergreifende Verhandlungen über Studenten- und Familienvisa ins Stocken geraten. Branchenverbände hatten Alarm geschlagen, nachdem Berichte aufgetaucht waren, dass die Koalition bereit sei, temporäre Visakürzungen im Austausch für Zugeständnisse bei der Wohnraumversorgung in Betracht zu ziehen. Backpacker mit WHM-Visa trugen im vergangenen Jahr schätzungsweise 4,3 Milliarden Dollar zur regionalen Wirtschaft bei und füllten wichtige Lücken in Ernte- und Gastronomiearbeitskräften, die sich noch von pandemiebedingten Ausfällen erholen. Canavan betonte, dass „das regionale Australien auf Backpacker angewiesen ist“ und dass jede parteiübergreifende Einigung die landwirtschaftlichen Arbeitskräfte-Pipelines erhalten müsse. Sein Versprechen verschafft Landwirten und Tourismusbetrieben eine gewisse Planungssicherheit bei der finalen Dienstplangestaltung für die Sommer-Hochsaison 2026/27. Mobilitätsberater sollten jedoch beachten, dass andere Visakategorien möglicherweise noch mit neuen Obergrenzen oder Englisch-Sprachvoraussetzungen konfrontiert werden könnten. Arbeitgeber, die auf Inhaber der Unterklassen 417/462 angewiesen sind, sollten die bilateralen Quotenverhandlungen – insbesondere mit Großbritannien, Indien und Vietnam – weiterhin genau verfolgen, da Erweiterungen dort Kürzungen an anderer Stelle im System ausgleichen könnten.