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Italien verlängert Schengen-Kontrollen auf Routen nach Spanien – Auswirkungen auf österreichische Fluggäste

Sept. 18, 2026
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Italien verlängert Schengen-Kontrollen auf Routen nach Spanien – Auswirkungen auf österreichische Fluggäste
Italiens Innenminister Matteo Piantedosi hat die Kontrollen an allen Luft- und Seeverbindungen mit Spanien um weitere 15 Tage verlängert. Als Begründung nennt er Geheimdienstinformationen über mögliche terroristische Einschleusungen nach dem diesjährigen Migrationsanstieg in Ceuta. Obwohl die Maßnahme nicht direkt für Landgrenzübergänge zu Österreich gilt, hat sie unmittelbare Auswirkungen auf österreichische Reisende, die Mailand, Rom oder Venedig als Drehkreuze für Flüge auf die Iberische Halbinsel nutzen. Fluggesellschaften raten Passagieren, mehr Zeit für manuelle Passkontrollen und mögliche zusätzliche Sicherheitsbefragungen einzuplanen. Seit Einführung der Kontrollen am 1. August müssen Airlines die Passagierdaten vier Stunden vor Abflug an die italienische Polizei übermitteln. Wiener Reisebüros berichten von sporadischen Verzögerungen an den Gates beider Enden der Strecke, da Beamte Dokumente mit Risikoprofilen abgleichen. Spanien hat die Maßnahme spiegelbildlich übernommen und führt bis mindestens 8. Oktober Stichproben bei Reisenden aus Italien durch. Die bilaterale Aussetzung kommt zusätzlich zu den neuen österreichischen Grenzkontrollen und zeigt, wie ein Flickenteppich an Schengen-Ausnahmen Geschäftsreisen erschwert. Multinationale Unternehmen mit Sitz in Wien, die Techniker über Mailand zu spanischen Automobilwerken schicken, sehen sich nun mit einem zusätzlichen administrativen Aufwand konfrontiert. Einige haben auf Direktflüge Wien–Madrid umgestellt, auch wenn die Preise höher sind, da sie Planbarkeit über Kosten stellen. Für Mobility-Manager ist die wichtigste Botschaft: Compliance. Reisende, die über Italien reisen, müssen einen Reisepass mit mindestens sechs Monaten Gültigkeit mitführen und gegebenenfalls bestätigen, dass ihr Schengen-90/180-Tage-Kontingent nicht überschritten ist – Grenzbeamte haben bereits Nicht-EU-Berater zurückgewiesen, die ihre Aufenthaltsdauer falsch berechnet hatten. Österreichische Staatsbürger sollten zudem wissen, dass Personalausweise weiterhin akzeptiert werden, die Beamten aber ergänzende Fragen zum Aufenthaltszweck stellen können. Sollte der Druck in Ceuta anhalten, rechnen Experten damit, dass Rom und Madrid Anfang Oktober eine weitere Verlängerung beantragen, wodurch die temporären Kontrollen bis zur Weihnachtssaison bestehen bleiben. Reiseverantwortliche werden dringend gebeten, ihre Mitarbeiter entsprechend zu informieren und flexible Reisepläne zu nutzen, die ohne Umbuchungsgebühren angepasst werden können.
Quelle: Austria24 TV

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