
Im neuesten Reisewarnhinweis des britischen Außen-, Commonwealth- und Entwicklungsministeriums (FCDO) vom 18. September wurden zwei wichtige Änderungen für alle britischen oder Drittstaatsangehörigen bekanntgegeben, die im Herbst eine Geschäftsreise nach Indien planen. Erstens erkennt London nun ausdrücklich die neue elektronische Overseas Citizen of India-Karte (e-OCI) als gültiges Reisedokument für die Einreise und Dienstleistungen im Land an. Das im Juli eingeführte digitale Dokument ersetzt das alte Heftchen und ist über einen QR-Code mit dem Reisepass des Reisenden verknüpft. Britische Staatsangehörige indischer Herkunft müssen keine Papiernachweise ihrer Abstammung mehr mitführen, müssen jedoch sicherstellen, dass der e-OCI-Eintrag bei jeder Passverlängerung aktualisiert wird. Zweitens wird die verpflichtende Selbsterklärung für alle internationalen Ankünfte wieder eingeführt, aufgrund verstärkter Ebola-Überwachung nach neuen Ausbrüchen in Westafrika. Reisende müssen das Formular online innerhalb von 72 Stunden vor Abflug ausfüllen und den QR-codierten Nachweis bei der Ankunft vorlegen. Fluggesellschaften wurden angewiesen, das Boarding zu verweigern, wenn die Bestätigung fehlt, und das indische Einwanderungsamt führt an wichtigen Einreisepunkten wie Delhi, Mumbai und Bengaluru stichprobenartige Temperaturkontrollen durch. Unternehmen sollten die neuen Anforderungen schnell in ihre Reisegenehmigungsprozesse integrieren. Mobility-Manager sollten (1) sicherstellen, dass Mitarbeiter indischer Herkunft die e-OCI-PDF-Datei in mobilen Wallets gespeichert haben oder gedruckte Kopien als Backup bereithalten; (2) die Checklisten für Reisende um das Selbsterklärungsformular neben der bestehenden Air Suvidha e-Arrival Card ergänzen; und (3) Entsandte über mögliche Verzögerungen im „Red Channel“ informieren, falls sie durch oder kürzlich in Ebola-Risikogebieten unterwegs waren. Das FCDO rät weiterhin von allen Reisen innerhalb von 10 km der indisch-pakistanischen Grenze ab, weshalb Unternehmen, die Anlageninspektionen in Punjab oder Rajasthan organisieren, vor der Buchung die GPS-Koordinaten prüfen sollten. Versicherer warnen bereits vor Prämienzuschlägen für Reisen, die in die Sperrzone führen. Der Hinweis erinnert zudem Frauenreisende daran, nach Einbruch der Dunkelheit besonders vorsichtig zu sein – ein Signal an Unternehmen, sichere Transportmöglichkeiten zu organisieren, statt Mitarbeiterinnen auf App-basierte Taxis angewiesen zu lassen.
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