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USA verschärft ab 18. September den „Public-Charge“-Test; Antragsteller auf Green Card aus Indien unterliegen strengeren Prüfungen

Sept. 18, 2026
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USA verschärft ab 18. September den „Public-Charge“-Test; Antragsteller auf Green Card aus Indien unterliegen strengeren Prüfungen
Ab heute wendet der US Citizenship and Immigration Services (USCIS) eine erweiterte „Public-Charge“-Bewertung auf die meisten Anträge zur Statusanpassung an. Das bedeutet, dass Konsularbeamte und USCIS-Prüfer künftig prüfen müssen, ob ein Antragsteller voraussichtlich auf bestimmte staatliche Leistungen angewiesen sein wird. Die im Juli finalisierte und seit dem 18. September geltende Änderung kehrt die während der Pandemie eingeführte Nachsicht um und belebt Elemente der Trump-Regel von 2019 wieder – allerdings mit klareren Definitionen, welche Leistungen berücksichtigt werden.

Für indische Staatsangehörige, die etwa 74 Prozent des Rückstaus bei beschäftigungsbasierten Green Cards ausmachen, könnte der Zeitpunkt kaum ungünstiger sein. Antragsteller, die ab heute das Formular I-485 einreichen, müssen detaillierte Angaben zum Haushaltseinkommen, Kreditberichte, Nachweise über Krankenversicherungen und – besonders wichtig – Belege vorlegen, dass sie keine bedarfsgeprüften Leistungen wie Medicaid (außer Notfallbehandlungen) oder Bundeswohnhilfen in Anspruch genommen haben.

USA verschärft ab 18. September den „Public-Charge“-Test; Antragsteller auf Green Card aus Indien unterliegen strengeren Prüfungen


Einwanderungsanwälte raten indischen H-1B-Familien bereits, zusätzliche Nachweise über liquide Mittel vorzulegen – Bankauszüge über 12 Monate statt der üblichen sechs – sowie, wenn möglich, Arbeitgeberbescheinigungen, die ein fortlaufendes Gehalt über dem ortsüblichen Lohn bestätigen. Wird eine mögliche Public-Charge-Bewertung nicht entkräftet, kann dies zu einer direkten Ablehnung oder zu einer belastenden „Selbstversorgungs-Erklärung“ mit Kautionspflicht führen.

Unternehmen, die langfristige US-Einsätze sponsern, sollten ihre Compliance bei laufenden I-485-Fällen überprüfen, insbesondere bei Mitarbeitern, deren Ehepartner während der Pandemie unbezahlten Urlaub genommen haben. Auch die Budgets für globale Mobilität müssen möglicherweise aufgestockt werden, um private Krankenversicherungsprämien abzudecken, die das finanzielle Profil eines Antragstellers stärken.

Während das Außenministerium betont, dass Entscheidungen „ganzheitlich“ getroffen werden, warnen Interessenvertretungen davor, dass die Regel die Bearbeitungszeiten verlängern und die Warteschlangen für die indischen EB-2- und EB-3-Kategorien weiter vergrößern könnte. Da die Visakontingente zum Beginn des neuen Haushaltsjahres am 1. Oktober zurückgesetzt werden, müssen Personalabteilungen die Green-Card-Zeitpläne neu kalkulieren und realistische Erwartungen für Überstellte mit Blick auf eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung setzen.
Quelle: Business Standard

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