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Air India muss sich erklären, nachdem Ausländer Delhi ohne Passkontrolle verlassen haben

Sept. 16, 2026
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Air India muss sich erklären, nachdem Ausländer Delhi ohne Passkontrolle verlassen haben
Das indische Verkehrsministerium für zivile Luftfahrt hat Air India eine Anhörungserklärung zugestellt, nachdem drei italienische Passagiere, die aus Amritsar kamen, am 4. September am Indira Gandhi International Airport in Delhi umstiegen und ohne die vorgeschriebene Ausreisekontrolle nach München weiterreisten. Die Einzelheiten des Vorfalls wurden in einer Mitternachtsanweisung vom 15. September veröffentlicht, wobei die Aufsichtsbehörden dies als „ernste Sicherheits- und Einwanderungsverletzung“ bezeichneten, die das neue Hub-and-Spoke-Transferprotokoll Indiens untergräbt.

Laut den im Sommer eingeführten Standardarbeitsanweisungen für Hub-Transfers müssen Fluggesellschaften Passagiere, die vom Inlands- zum internationalen Flug wechseln, trennen und deren Dokumente vor dem Boarding der Anschlussflüge den Einwanderungsbehörden vorlegen. Ermittler berichten, dass Air India die Passagierdaten nicht über das Advance Passenger Information System (APIS) übermittelt und kein Begleitpersonal an der Transfer-Sicherheitskontrolle eingesetzt hat. Die Fluggesellschaft hat nun 15 Tage Zeit, um zu erklären, warum keine Sanktionen – einschließlich der Aussetzung ihres Hub-Transfer-Privilegs in Delhi – verhängt werden sollten.

Air India muss sich erklären, nachdem Ausländer Delhi ohne Passkontrolle verlassen haben


Der Vorfall erschüttert Indiens Pläne, Delhi und Mumbai als nahtlose regionale Drehkreuze zu etablieren, die mit Dubai und Singapur konkurrieren. Sollten die Fluggesellschaften keine lückenlose Einhaltung nachweisen, könnten die Einwanderungsbehörden die Wiedereinführung von physischen Stempeln oder sekundären Kontrollen anordnen, was die von Geschäftsreisenden geschätzten Zeitvorteile beeinträchtigen würde. Reiseveranstalter berichten von einem Anstieg der Kundenanfragen zur Zuverlässigkeit von Transfers, insbesondere bei hochwertigen Schengen-Reiserouten.

Für globale Mobilitätsteams, die Expatriates oder Führungskräfte durch Indien bewegen, lautet die wichtigste Erkenntnis: Hub-Transfers bleiben erlaubt, werden aber strenger kontrolliert. Es ist mit zusätzlichen Dokumentenkontrollen an den Inlandsabflughäfen und längeren Mindestanschlusszeiten (MCT) in Delhi zu rechnen, bis überarbeitete SOPs veröffentlicht werden. Unternehmen sollten Pufferzeiten einplanen und die kommenden DGCA-Rundschreiben beobachten, die möglicherweise eine biometrische Abgleichung vor dem Boarding internationaler Flüge vorschreiben.

Sicherheitsberater im Luftverkehr weisen darauf hin, dass der Vorfall Koordinationslücken zwischen den Beteiligten offenbart: Während APIS-Daten für den ankommenden Inlandsflug übermittelt wurden, erfolgte keine erneute Validierung für den internationalen Abflug. Die Integration der Abflugkontrollsysteme der Fluggesellschaften mit der IVFRT-Datenbank der Einwanderungsbehörden – die bereits in Bengaluru umgesetzt wird – könnte eine langfristige Lösung bieten, erfordert jedoch Investitionen in Systemupgrades und Mitarbeiterschulungen.
Quelle: The Times of India

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