
Global Affairs Canada hat am 18. September stillschweigend seine Reisehinweise für Frankreich aktualisiert und dabei neue Hinweise zu erhöhten Terrorismusgefahren und Sicherheitsmaßnahmen bei Großveranstaltungen aufgenommen. Das Risikoniveau bleibt bei „Erhöhte Vorsicht geboten“, doch der Hinweis hebt nun besonders überfüllte Touristenzonen in Paris, Nachtunterhaltungsviertel und Verkehrsknotenpunkte als potenzielle Ziele hervor. Für Firmenreisemanager bedeutet das Update eine verstärkte Sorgfaltspflicht. Arbeitgeber, die Mitarbeiter nach Frankreich entsenden, sollten ihre Fürsorgepflichten überprüfen: sicherstellen, dass Reisende rund um die Uhr Notfallkontakte haben, Mitarbeiter in Echtzeit-Überwachungssysteme einbinden und die Kenntnisnahme der Hinweise im Reisegenehmigungsprozess dokumentieren. Auch Versicherer könnten ihre Deckungsgrenzen neu bewerten, da manche Policen Leistungen einschränken, wenn Ottawa ein erhöhtes Risiko meldet. Obwohl die Hinweise keine rechtlichen Reisebeschränkungen auferlegen, können sie Visa-Anträge beeinflussen. Französische Konsularbeamte prüfen kanadische Antragsteller bei Terrorwarnungen traditionell genauer, insbesondere bei Langzeit-Business-Visa. Reisende sollten ihre Anträge frühzeitig stellen und detaillierte Reisepläne sowie Unterkunftsnachweise bereithalten. Schließlich werden kanadische Staatsbürger in Frankreich aufgefordert, sich im System „Registration of Canadians Abroad“ (ROCA) zu registrieren, um Sicherheitsupdates direkt zu erhalten. Unternehmen mit Expatriates in Frankreich sollten die ROCA-Anmeldungen im Rahmen ihrer Krisenmanagementplanung überprüfen.
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