
Die Schengen-Überwachungsseite der Europäischen Kommission, zuletzt aktualisiert am 19. September, bestätigt, dass Italien die Verlängerung der Kontrollen an den Binnengrenzen für alle Luft- und Seeverbindungen mit Spanien vom 16. September bis zum 1. Oktober gemeldet hat. Als Begründung werden „anhaltende Gefahren für die öffentliche Ordnung“ aufgrund der Situation in Ceuta angegeben. Rom hatte die Freizügigkeit aus Spanien erstmals am 1. August ausgesetzt; Madrid reagierte eine Woche später mit Gegenkontrollen. Diese gegenseitigen Maßnahmen verdeutlichen den Dominoeffekt, den lokale Migrationsspitzen auf die gesamte europäische Mobilität haben können – selbst zwischen zwei der meistbesuchten EU-Tourismusmärkte. Reiseveranstalter sollten Passagiere, die von Spanien nach Rom, Mailand, Venedig und Neapel fliegen, auf die italienische Verlängerung hinweisen, da stichprobenartige Ausweiskontrollen die Ankunftszeiten um 20 bis 30 Minuten verlängern können. Fluggesellschaften berichten bisher von minimalen Flugstörungen, empfehlen jedoch eine frühzeitige Anmeldung. Die Kommission erinnert die Mitgliedstaaten daran, dass Binnengrenzkontrollen „streng zeitlich begrenzt und verhältnismäßig“ bleiben müssen und nach 12 Monaten ein vollständiger Umsetzungsbericht vorzulegen ist. Geschäftsreisende sollten sich in der Praxis auf fortlaufende zweiwöchige Verlängerungen einstellen, bis sich der Rückstau in Ceuta entspannt.