
Die Partido Popular (PP) reichte am 19. September neue Anträge ein, in denen die Minister für Inneres, Verteidigung und Außenpolitik aufgefordert werden, im Senat zu erscheinen, um ihr Vorgehen bei der Migrantenwelle in Ceuta zu erläutern. Die drei Minister hatten frühere Anhörungen im August ausgelassen und stattdessen im Kongress ausgesagt. Die PP-Sprecherin Alicia García warf der Regierung „parlamentarische Missachtung“ vor und betonte, dass eine Rechenschaftspflicht im Oberhaus gesetzlich vorgeschrieben sei. Ein Urlaubssenat des Obersten Gerichtshofs wies im August einen Eilantrag der PP ab, stellte jedoch fest, dass reguläre Verfahren nach Beginn der neuen Sitzungsperiode am 1. September fortgesetzt werden könnten. Sollten die Minister erneut eine Anhörung verweigern, könnte die PP die Einsetzung eines vollständigen Untersuchungsausschusses im Senat beantragen – eine Eskalation, die das Thema Migration angesichts der im November anstehenden Regionalwahlen weiter in den Mittelpunkt der spanischen Politik rücken würde. Für Arbeitgeber könnte der anhaltende politische Streit die Genehmigung der Migrationsquote für 2027 sowie die Zuteilung von Unternehmensübertragungen, die normalerweise im Oktober erfolgen, verzögern und damit die Personalplanung für das kommende Jahr erschweren.
Quelle: El País (live blog)