
José Ignacio Landaluce, Bürgermeister der Hafenstadt Algeciras, hat die Zentralregierung Spaniens öffentlich um eine Erklärung gebeten, nachdem Anwohner in den letzten Tagen mehrere unmarkierte Busse beobachtet hatten, die das Centro de Internamiento de Extranjeros (CIE) der Stadt ansteuerten. Am 19. September erklärte Landaluce, dass die fehlenden Informationen „unnötige Ängste in einer Gemeinschaft schüren, die die Folgen der Migrationspolitik hautnah erlebt“. Der Bürgermeister betont, dass die Anfrage nicht dazu dienen soll, in die staatlichen Zuständigkeiten bei der Durchsetzung der Einwanderung einzugreifen, sondern Klarheit darüber zu erhalten, woher die verlegten Migranten stammen und welche weiteren Maßnahmen geplant sind. Das Innenministerium hat sich bislang nicht geäußert, gibt aber intern zu, dass das CIE genutzt wird, um die Überfüllung in Ceuta zu verringern. Der Hafen von Algeciras ist ein wichtiger Knotenpunkt für Spaniens Automobil- und Frischwarenlieferketten; frühere Proteste vor dem CIE hatten bereits zu Verkehrsbehinderungen auf den Zufahrtsstraßen geführt. Landaluce warnte, dass überraschende Ankünfte die Demonstrationen von Hafenarbeitern und Lkw-Fahrern, die sich um Sicherheit und das Ansehen sorgen, wieder entfachen könnten. Unternehmen mit Mitarbeitern, die über Algeciras reisen, wird empfohlen, die lokalen Nachrichten im Auge zu behalten und für die kommende Woche mehr Zeit für die Durchfahrt durch den Hafenbereich einzuplanen.
Quelle: Cadena SER