
Bei einem Treffen mit dem EU-Kommissar für Inneres, Magnus Brunner, forderten Spaniens Innenminister Fernando Grande-Marlaska und Integrationsministerin Elma Saiz Brüssel auf, neue Gesetze zu erarbeiten, die es den Mitgliedstaaten ermöglichen, Rückführungsverfahren und Entscheidungen zum internationalen Schutz bei plötzlichen Migrationsanstiegen zu beschleunigen. Diese Forderung folgt auf die massenhafte Ankunft von mehr als 70.000 Menschen in Ceuta am 30. und 31. Juli, ein Ereignis, das Madrid als „beispiellos“ an einer EU-Außengrenze bezeichnet. Grande-Marlaska kritisierte, dass die bestehenden Schengen- und Dublin-Regeln nicht die nötige Flexibilität für ein Krisenmanagement in Echtzeit bieten und Engpässe verursachen, die sekundäre Bewegungen innerhalb des Blocks fördern. Er begrüßte zudem die Genehmigung von 114,7 Millionen Euro Notfallhilfe durch die Kommission für neue Aufnahmezentren und den Ausbau des Grenzzauns bei Benzú und El Tarajal. Sollte der Vorschlag umgesetzt werden, könnten Unternehmen von einem stärker harmonisierten EU-Rahmen für Notfallmaßnahmen an den Grenzen profitieren – was die derzeitigen, oft ad-hoc eingeführten Kontrollen, die in den letzten Wochen den Reiseverkehr zwischen Spanien und Italien behindert haben, reduzieren würde. Eine schnellere Asyl-Triage könnte die Zeit verkürzen, in der Häfen und Flughäfen große Zahlen irregulärer Ankünfte bewältigen müssen, und so den operativen Druck auf Fluggesellschaften und Bodenabfertiger verringern. Für Teams im Bereich globale Mobilität ist die wichtigste Erkenntnis, dass Spanien auf EU-Ebene Instrumente fordert, die schnellere Rückführungen unzulässiger Reisender und zügigere Schutzentscheidungen für Berechtigte ermöglichen – Entwicklungen, die die Risikoabschätzung für Reisen von Mitarbeitern entlang des westlichen Mittelmeer-Korridors grundlegend verändern würden.
Quelle: Ministry of the Interior