
Live-Daten vom Crowd-Sourcing-Portal KolejkaNaGranicy.pl zeigen, dass am Samstag um 16:40 Uhr MEZ an der Grenzstelle Medyka–Shehyni die Wartezeiten für Pkw bei der Einreise nach Polen bei 5 Stunden und 35 Minuten lagen, während die Ausreise-Spur Budomierz–Hrushiv mit 3 Stunden und 15 Minuten ebenfalls stark belastet war. Ähnliche, wenn auch kürzere Staus wurden an den Grenzübergängen Korczowa–Krakivets und Dorohusk–Yahodyn gemeldet. Die Grenzbeamten führen den Anstieg auf eine Kombination mehrerer Faktoren zurück: das letzte warme Wochenende vor den Herbstferien im Oktober, eine erhöhte Frachtnachfrage im Vorfeld des ukrainischen Unabhängigkeitstags sowie stichprobenartige Sicherheitskontrollen nach einer Serie gefälschter CMR-Frachtbriefe. Im Vergleich dazu lagen die durchschnittlichen Wartezeiten an Wochentagen Anfang des Monats noch unter einer Stunde. Für Unternehmen, die Ingenieure oder Vertriebsteams zwischen Rzeszów, Lwiw und Kiew pendeln, bedeuten die Verzögerungen verpasste Termine und höhere Überstundenkosten für Fahrer. Mehrere Busunternehmen haben bereits Nachtfahrten umgeplant, um die Stoßzeiten zu umgehen, und Kurierdienste priorisieren hochwertige Elektronik in Kleintransportern statt in 40-Tonnen-Lkw, um die schnelleren Passagier-Spuren zu nutzen. Reisende sollten vor Abfahrt die Dashboards auf granica.gov.pl und KolejkaNaGranicy.pl prüfen und alternative Grenzübergänge wie Malhowice–Nyzhankovychi in Betracht ziehen, wo die Wartezeiten am Samstagnachmittag unter einer Stunde lagen. Inhaber polnischer Aufenthaltstitel können zudem den vergleichsweise wenig genutzten Fußgängerübergang in Medyka nutzen, der die Abfertigungszeit auf etwa 40 Minuten verkürzt.
Quelle: KolejkaNaGranicy.pl
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