
Das polnische Innenministerium veröffentlichte am 19. September seinen wöchentlichen Sicherheitsbericht, der zeigt, dass zwischen dem 11. und 17. September nur neun Versuche registriert wurden, die Grenze von Belarus zu überqueren. Die Behörden führen den starken Rückgang auf eine harte Durchsetzungsstrategie zurück, die eine Stahlbarriere entlang der belarussischen Grenze, militärische Unterstützung vor Ort und eine verstärkte Zusammenarbeit mit Frontex umfasst. Der Bericht unterstreicht zudem die umfassendere Migrationspolitik der Regierung. Seit dem 7. Juli hat Polen die temporären Kontrollen an seinen normalerweise offenen Schengen-Grenzen zu Deutschland und Litauen wieder eingeführt. In der betrachteten Woche kontrollierten Grenzbeamte fast 56.000 Reisende und 27.700 Fahrzeuge und verweigerten 27 Personen die Einreise (11 auf deutscher und 16 auf litauischer Seite). Ein Entwurf zur Verlängerung dieser Binnengrenzkontrollen bis April 2027 wurde nun zur öffentlichen Konsultation vorgelegt, was Warschaus Absicht signalisiert, das Regime über den Winter aufrechtzuerhalten, wenn illegale Grenzübertritte typischerweise wieder zunehmen. Im Inland wurden die Kontrollen ebenfalls verschärft: Fast 2.300 Ausländer wurden auf die Rechtmäßigkeit ihres Aufenthalts überprüft, etwa 900 einer Beschäftigungskontrolle unterzogen. Rund 200 Personen verließen Polen auf administrativen Anordnungen, und zwei mutmaßliche Schmuggler wurden festgenommen. Für Manager der Unternehmensmobilität bestätigen diese Zahlen, dass Polen an seinen östlichen und nun auch westlichen Grenzen ein Umfeld mit hoher Kontrolle bleiben wird. Geschäftsreisende sollten mit Stichprobenkontrollen, längeren Reisezeiten und einer höheren Wahrscheinlichkeit von Dokumentenprüfungen rechnen – insbesondere bei der Einreise aus Deutschland oder Litauen auf dem Land- oder Schienenweg. Unternehmen, die Nicht-EU-Entsandte in Polen beschäftigen, müssen ebenfalls mit verstärkten Betriebsinspektionen rechnen und sicherstellen, dass Aufenthalts- und Arbeitserlaubnisse einwandfrei sind, um Zwangsausweisungen oder Bußgelder zu vermeiden. Sollte der Entwurf unverändert verabschiedet werden, müssen Arbeitgeber ihre reisenden Mitarbeiter darauf vorbereiten, dass die „weichen“ Schengen-Grenzen bis mindestens April faktisch hart bleiben, mit Personenkontrollen an Straßenübergängen und sogar in grenzüberschreitenden Zügen und Bussen.
Quelle: Polskie Radio (English Service)
Wie VisaHQ helfen kann
VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Polen.Mehr von Polen
Alle anzeigen
Nachtsperrung der Start- und Landebahn am Flughafen Warschau Chopin vom 20. bis 21. September geplant
EU-Register bestätigt: Polen führt vom 2. Oktober 2026 bis 30. März 2027 wieder Schengen-Grenzkontrollen ein