
Das Staatssekretariat für Migration (SEM) meldete, dass im September 2026 insgesamt 2.122 neue Asylgesuche eingingen – 449 weniger als im September 2025, was einem Rückgang von 18 % entspricht. Insgesamt suchten in den ersten neun Monaten des Jahres 18.367 Personen Asyl, ein Rückgang von 17 % im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2025. Syrer bleiben die größte Gruppe der Antragsteller, gefolgt von Afghanen, Türken und Eritreern. Das SEM führt den anhaltenden Rückgang auf eine verschärfte Visa-Politik entlang der Balkanroute, die Wiederaufnahme von Dublin-Überstellungen durch mehrere EU-Partner sowie das beschleunigte Prüfverfahren der Schweiz zurück, das unbegründete Gesuche durch eine durchschnittliche Bearbeitungszeit von 38 Tagen entmutigt. Für Arbeitgeber bedeutet die geringere Fallzahl eine Entlastung der kantonalen Behörden, die auch Arbeitsbewilligungen für Fachkräfte aus Drittstaaten ausstellen – ein Prozess, der oft verzögert wird, wenn die Aufnahmeeinrichtungen ausgelastet sind. Mobilitätsteams sollten jedoch beachten, dass der separate S-Schutzstatus für vertriebene Ukrainer mit etwa 59.000 Inhabern stabil geblieben ist und nicht in den regulären Asylstatistiken erfasst wird. Diese Personen sind bis mindestens März 2027 ohne Kontingent arbeitsmarktfähig. Die neuen Zahlen fließen in die Kontingentberatungen des Bundesrats für 2027 sowie in die Budgetplanung für das Netzwerk der sechs Bundesasylzentren ein. Unternehmen, die Mitarbeitende in die Schweiz entsenden, können mit planbaren Bearbeitungszeiten für Angehörige mit humanitärem Hintergrund rechnen, wobei das SEM vor saisonalen Spitzen im Oktober und November warnt, die die Wartezeiten kurzfristig erhöhen könnten.
Quelle: EJPD media release
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