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Zypern liefert 940 Tonnen humanitäre Hilfe über den Seeweg „Amalthea“ nach Gaza

Nov. 5, 2025
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Zypern liefert 940 Tonnen humanitäre Hilfe über den Seeweg „Amalthea“ nach Gaza
Der humanitäre See-Korridor Zyperns – bekannt als Amalthea-Plan – erreichte am 4. November einen weiteren wichtigen Meilenstein: 940 Tonnen Notfallhilfsgüter wurden von Limassol zum israelischen Hafen Ashdod verschifft, um von dort aus in den Gazastreifen verteilt zu werden.

Die Lieferung, koordiniert vom zyprischen Außenministerium in Zusammenarbeit mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Büro der Vereinten Nationen für Projektservices (UNOPS), bestand hauptsächlich aus Lebensmitteln, medizinischem Verbrauchsmaterial und wetterfesten Unterkünften für den Winter. Nach Angaben von Beamten erhöht sich die seit Aktivierung des Korridors im März 2024 transportierte Gesamtmenge auf über 27.000 Tonnen.

Zypern liefert 940 Tonnen humanitäre Hilfe über den Seeweg „Amalthea“ nach Gaza


Der Amalthea-Korridor wurde eingerichtet, nachdem die Landwege nach Gaza zunehmend überlastet und gefährlich wurden. Zypern nutzte seine geografische Nähe – nur 370 km von Gaza entfernt – sowie seine EU-konforme Hafensicherheitsinfrastruktur, um Fracht zu kontrollieren, zu versiegeln und zu verschiffen, sodass sie israelische Nachkontrollen umgehen kann. Diese Garantie ist für Geberländer und NGOs, die ihre Hilfslieferungen angesichts des andauernden Krieges ausweiten wollen, von entscheidender Bedeutung.

Für Manager globaler Mobilität hat das Programm Limassol quasi über Nacht zu einem hochfrequentierten Logistikzentrum gemacht. Multinationale Unternehmen mit Aktivitäten im östlichen Mittelmeerraum nutzen bereits dieselben Prüf- und Tracking-Einrichtungen, um Expat-Mitarbeiter und wichtige Ersatzteile zu transportieren, wenn der regionale Luftraum zeitweise gesperrt ist. Reedereien haben zusätzliche Zubringerdienste eingerichtet, und die zyprischen Behörden haben für humanitäres Personal beschleunigte Visa eingeführt – ein echter Belastungstest für Zyperns Grenzmanagementsysteme im Vorfeld der angestrebten Schengen-Mitgliedschaft.

Blickt man in die Zukunft, zeigt sich Nikosia offen für eine Ausweitung des Modells auf andere Krisenregionen. Beamte arbeiten an einem dauerhaften „Humanitarian Corridor Visa“, das Hilfsarbeitern und technischen Teams von Unternehmen Kurzzeitaufenthalte mit mehrfacher Einreise ermöglichen soll – eine Entwicklung, die Zyperns Rolle als strategische Mobilitätsbrücke zwischen Europa und dem Nahen Osten weiter festigen könnte.
Quelle: In-Cyprus / Politis

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