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Belgien schließt sich dem Vorstoß an, die Menschenrechtskonvention neu zu interpretieren und Abschiebungen zu beschleunigen

Nov. 18, 2025
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Belgien schließt sich dem Vorstoß an, die Menschenrechtskonvention neu zu interpretieren und Abschiebungen zu beschleunigen
In einem Schritt, der die Migrationslandschaft Europas grundlegend verändern könnte, haben neun EU-Länder – Belgien, Italien, Dänemark, Österreich, Tschechien, Estland, Lettland, Litauen und Polen – ihre Forderungen nach Änderungen der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) erneuert, um die Abschiebung ausländischer Straftäter zu erleichtern. Die gemeinsame Initiative wurde während Treffen der Justiz- und Innenminister bekannt und von Reuters am 17. November 2025 berichtet.

Die belgische Mitte-rechts-Regierung argumentiert, dass die aktuelle Rechtsprechung des Straßburger Gerichtshofs Abschiebungen zu oft aus formalen Gründen blockiere und die Mitgliedstaaten dadurch gezwungen seien, Straftäter wieder in die Gesellschaft zu entlassen. Die Koalition fordert vom Europarat eine Formulierung mit einem „Ermessensspielraum“, die Sicherheitsbedenken mit individuellen Rechten besser ausbalanciert. Zwar liegt noch kein konkreter Gesetzestext vor, doch Diplomaten berichten, dass der Vorschlag an Zustimmung gewinnt, da Migrationsdruck und Sicherheitsängste in mehreren Hauptstädten zusammenfallen.

Belgien schließt sich dem Vorstoß an, die Menschenrechtskonvention neu zu interpretieren und Abschiebungen zu beschleunigen


Für Programme zur unternehmensinternen Mobilität ist die Debatte von großer Bedeutung, da sie auf ein insgesamt restriktiveres Migrationsklima hinweist. Belgien versucht gleichzeitig, hochqualifizierte Fachkräfte durch die Erleichterung der EU-Blauen Karte anzuziehen, ist aber bereit, seine Haltung gegenüber irregulären Migranten und Straftätern zu verschärfen. Mobility-Manager sollten mit strengeren Hintergrundprüfungen, intensiverer Dokumentenverifikation und möglicherweise schnelleren Abschiebungsverfahren für Mitarbeiter mit abgelaufenem Aufenthaltsstatus rechnen.

Rechtsexperten warnen, dass eine Änderung der EMRK ein langwieriger Prozess ist, der die Zustimmung aller 46 Vertragsstaaten erfordert. Der politische Schwung könnte jedoch zu Zwischenmaßnahmen führen: schnellere Asylverfahren, erweiterte Haftkapazitäten und bilaterale Rückführungsabkommen. Arbeitgeber, die ausländische Arbeitnehmer beschäftigen, müssen daher mit kürzeren Einspruchsfristen und höheren Beweisanforderungen bei Widerruf von Genehmigungen rechnen.

Unternehmen mit europaweiten Aktivitäten sollten die Verhandlungen genau verfolgen und sich mit Branchenverbänden abstimmen, um sicherzustellen, dass legitime unternehmensinterne Mobilität nicht in einem umfassenden Vollzugsnetz hängen bleibt. Ein tadelloses Compliance-Management und proaktive Kommunikation mit den belgischen Einwanderungsbehörden werden umso wichtiger, falls sich die politische Wende beschleunigt.
Quelle: Reuters

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