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Russland bestätigt visumfreies Reisen für chinesische Staatsbürger „in naher Zukunft“

Nov. 19, 2025
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Russland bestätigt visumfreies Reisen für chinesische Staatsbürger „in naher Zukunft“
Am 18. November 2025 kündigte Präsident Wladimir Putin gemeinsam mit dem chinesischen Premier Li Qiang im Kreml an, dass Russland in „sehr naher Zukunft“ die Visapflicht für Inhaber chinesischer Reisepässe aufheben wird. Dieser Schritt entspricht der einjährigen, 30-tägigen visafreien Einreise, die Peking am 15. September für russische Reisende eingeführt hat.

Obwohl Moskau und Peking bereits seit Langem ein gegenseitiges visafreies Regime für organisierte Reisegruppen pflegen, benötigten individuelle Reisende bislang noch Visa – ein kostspieliges und zeitaufwändiges Hindernis, das viele Geschäftsdelegationen und wohlhabende Touristen abschreckte. Putins Erklärung beseitigt nun das letzte politische Hindernis für volle Gegenseitigkeit; die zuständigen russischen Ministerien werden voraussichtlich innerhalb weniger Wochen das Umsetzungsdekret veröffentlichen, während die Grenzkontrollsysteme bereits auf die Erkennung chinesischer E-Pässe umgestellt wurden.

Russland bestätigt visumfreies Reisen für chinesische Staatsbürger „in naher Zukunft“


Tourismus- und Wirtschaftsakteure beider Länder dürften davon profitieren. Laut der Reiseplattform Qunar stiegen die Hotelsuchen chinesischer Nutzer für Moskau und St. Petersburg nach Putins Ankündigung um 280 Prozent. Der Verband der russischen Reiseveranstalter schätzt, dass der visafreie Status die Zahl chinesischer Besucher im Jahr 2026 verdreifachen könnte, womit das Vorkrisenniveau wieder erreicht und zusätzliche drei Milliarden US-Dollar in die Bereiche Gastgewerbe, Einzelhandel und Luftverkehr fließen würden.

Für Manager der Unternehmensmobilität vereinfacht die Änderung Kurzreisen zu Meetings, Standortbesichtigungen und Messebesuchen. Reisende, die entlohnte Tätigkeiten ausüben, benötigen jedoch weiterhin eine Arbeitserlaubnis gemäß den bestehenden arbeitsmigrationsrechtlichen Bestimmungen. Unternehmen sollten ihre internen Reisegenehmigungsverfahren anpassen und Mitarbeiter über die Gültigkeit des Einreisestempels informieren, der auf 30 Kalendertage pro Besuch begrenzt sein wird.

Die Ankündigung unterstreicht die vertiefte strategische Partnerschaft zwischen den beiden Nachbarn und signalisiert, dass Moskau den eingehenden Tourismus – und damit auch den Austausch zwischen den Menschen – als neue Säule der bilateralen Wirtschaftskooperation betrachtet. Sollte die Umsetzung reibungslos verlaufen, erwarten Analysten Verhandlungen über mehrjährige Mehrfacheinreise-Geschäftsvisa, die die Integration der beiden Märkte weiter vorantreiben würden.
Quelle: The Moscow Times

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