
Der Rat der Europäischen Union hat am 19. November 2025 sein Verhandlungsmandat für eine neue EU-Verordnung zur Digitalen Reiseanwendung (DTA) verabschiedet. Nach Inkrafttreten ermöglicht das Gesetz Fluggesellschaften, Fährbetreibern und Reisenden, Passdaten und biometrische Informationen vor der Abreise auf einer sicheren EU-Plattform hochzuladen. Grenzbeamte in Finnland und den anderen 29 Schengen-Staaten können dann im Voraus Sicherheits- und Migrationsdatenbanken prüfen, sodass die meisten Passkontrollen bei der Ankunft auf einen schnellen QR-Code-Scan reduziert werden können.
Die finnische Grenzpolizei, die bereits automatisierte eGates am Flughafen Helsinki-Vantaa betreibt, teilte lokalen Medien mit, dass sie plant, die DTA bereits 2026 zu pilotieren. Da das Ein- und Ausreisesystem (EES) im Oktober 2025 EU-weit eingeführt wurde, verfügt Finnland bereits über die nötige Hardware – biometrische Kioske, Authentifizierungsleser und Netzwerkanbindungen – um die neue digitale Brieftasche mit minimalem Mehraufwand zu integrieren. Die Behörden erwarten, dass die durchschnittliche Abfertigungszeit für Nicht-EU-Reisende von derzeit 45–60 Sekunden auf unter 20 Sekunden pro Person sinkt, sobald die DTA in Betrieb ist.
Für finnische Unternehmen ergeben sich daraus unmittelbare Vorteile. Multinationale Arbeitgeber können Vielreisende und Entsandte vorab registrieren, wodurch das Risiko verpasster Anschlussflüge bei engen Umsteigezeiten am Drehkreuz Helsinki minimiert wird. Reisebüros betonen, dass die DTA nahtlos mit Buchungssystemen für Geschäftsreisen zusammenarbeitet, sodass Personalabteilungen vor der Ticketbuchung prüfen können, ob Inhaber von Arbeitserlaubnissen und entsandte Mitarbeiter die Schengen-Aufenthaltsgrenzen einhalten.
Die Verordnung ist zudem direkt mit ETIAS, der bevorstehenden EU-Reisegenehmigung, verknüpft. Praktisch bedeutet das: Ein kanadischer oder US-amerikanischer Staatsbürger, der für ein Projekt nach Finnland reist, kann seine DTA-Daten übermitteln, eine ETIAS-Genehmigung erhalten und beide Datensätze in einer einzigen Buchung bei der Fluggesellschaft hinterlegen. Datenschutz ist gewährleistet: Die Daten werden Ende-zu-Ende verschlüsselt und nach Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist automatisch gelöscht.
Nächste Schritte: Die Ratspräsidentschaft wird Anfang 2026 Trilogverhandlungen mit dem Europäischen Parlament aufnehmen, mit dem Ziel, die Verordnung vor der Sommerpause endgültig zu verabschieden. Branchenvertreter rechnen mit einer freiwilligen Einführung Ende 2026 und einer verpflichtenden Nutzung für Luft- und Seeverkehrsunternehmen bis Mitte 2027. Unternehmen mit hohem Reiseaufkommen nach Finnland wird empfohlen, jetzt mit der Aktualisierung ihrer Mitarbeiterdaten und Reiserisikopolitiken zu beginnen.
Die finnische Grenzpolizei, die bereits automatisierte eGates am Flughafen Helsinki-Vantaa betreibt, teilte lokalen Medien mit, dass sie plant, die DTA bereits 2026 zu pilotieren. Da das Ein- und Ausreisesystem (EES) im Oktober 2025 EU-weit eingeführt wurde, verfügt Finnland bereits über die nötige Hardware – biometrische Kioske, Authentifizierungsleser und Netzwerkanbindungen – um die neue digitale Brieftasche mit minimalem Mehraufwand zu integrieren. Die Behörden erwarten, dass die durchschnittliche Abfertigungszeit für Nicht-EU-Reisende von derzeit 45–60 Sekunden auf unter 20 Sekunden pro Person sinkt, sobald die DTA in Betrieb ist.
Für finnische Unternehmen ergeben sich daraus unmittelbare Vorteile. Multinationale Arbeitgeber können Vielreisende und Entsandte vorab registrieren, wodurch das Risiko verpasster Anschlussflüge bei engen Umsteigezeiten am Drehkreuz Helsinki minimiert wird. Reisebüros betonen, dass die DTA nahtlos mit Buchungssystemen für Geschäftsreisen zusammenarbeitet, sodass Personalabteilungen vor der Ticketbuchung prüfen können, ob Inhaber von Arbeitserlaubnissen und entsandte Mitarbeiter die Schengen-Aufenthaltsgrenzen einhalten.
Die Verordnung ist zudem direkt mit ETIAS, der bevorstehenden EU-Reisegenehmigung, verknüpft. Praktisch bedeutet das: Ein kanadischer oder US-amerikanischer Staatsbürger, der für ein Projekt nach Finnland reist, kann seine DTA-Daten übermitteln, eine ETIAS-Genehmigung erhalten und beide Datensätze in einer einzigen Buchung bei der Fluggesellschaft hinterlegen. Datenschutz ist gewährleistet: Die Daten werden Ende-zu-Ende verschlüsselt und nach Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist automatisch gelöscht.
Nächste Schritte: Die Ratspräsidentschaft wird Anfang 2026 Trilogverhandlungen mit dem Europäischen Parlament aufnehmen, mit dem Ziel, die Verordnung vor der Sommerpause endgültig zu verabschieden. Branchenvertreter rechnen mit einer freiwilligen Einführung Ende 2026 und einer verpflichtenden Nutzung für Luft- und Seeverkehrsunternehmen bis Mitte 2027. Unternehmen mit hohem Reiseaufkommen nach Finnland wird empfohlen, jetzt mit der Aktualisierung ihrer Mitarbeiterdaten und Reiserisikopolitiken zu beginnen.
Quelle: Council of the European Union
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