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Migri meldet 29 % Rückgang bei Anträgen auf arbeitserlaubnisbasierte Aufenthaltstitel

Nov. 25, 2025
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Migri meldet 29 % Rückgang bei Anträgen auf arbeitserlaubnisbasierte Aufenthaltstitel
Der finnische Einwanderungsdienst (Migri) gab am 24. November bekannt, dass zwischen Januar und Oktober 2025 nur 9.593 Erstanträge auf arbeitserlaubnisbasierte Aufenthaltstitel eingereicht wurden – ein Rückgang von 29 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2024.

Die Behörde führt den Rückgang auf das schleppende BIP-Wachstum, steigende Arbeitslosigkeit und die globale wirtschaftliche Unsicherheit zurück, die die Bereitschaft der Arbeitgeber, ausländische Fachkräfte einzustellen, gedämpft haben. Migri prognostiziert nun für das Gesamtjahr lediglich 11.000 Erstanträge auf Arbeitserlaubnisse und erwartet für 2026 eine ähnlich verhaltene Entwicklung. Auch die Anträge internationaler Studierender sind um fünf Prozent zurückgegangen, nachdem die Regierung eine Antragsgebühr von 100 Euro eingeführt und die vollständige Studiengebührenregelung für Nicht-EU-Studierende verschärft hat.

Migri meldet 29 % Rückgang bei Anträgen auf arbeitserlaubnisbasierte Aufenthaltstitel


Für Unternehmen bringt dies kurzfristig den Vorteil kürzerer Bearbeitungszeiten – die durchschnittliche Bearbeitungsdauer für Spezialgenehmigungen sank von 37 auf 28 Tage. Allerdings könnte der schrumpfende Pool an ausländischen Talenten den Gehaltswettbewerb um Schlüsselqualifikationen in den Bereichen IT, Gesundheitswesen und grüne Technologien verschärfen. Mobility-Manager werden daher geraten, wichtige Einstellungen vor dem traditionellen Anstieg im Januar abzuschließen und zu beobachten, ob die geringeren Antragszahlen Migri ermöglichen, das 14-Tage-Ziel der „Fast Track“-Bearbeitung konsequenter einzuhalten.

Politische Beobachter weisen darauf hin, dass diese Zahlen nur wenige Wochen vor der Einführung strengerer Voraussetzungen für die Staatsbürgerschaft und kürzerer Karenzzeiten für Arbeitssuchende nach dem Verlust der Aufenthaltserlaubnis in Finnland veröffentlicht wurden – Maßnahmen, die potenzielle Migranten weiter abschrecken könnten. Multinationale Unternehmen mit regionalen Zentren in Helsinki sollten ihre Personalplanungen überdenken und Modelle mit Remote-Arbeit oder Nearshoring in die baltischen Staaten in Betracht ziehen.

Migri wird Anfang Dezember eine ausführliche Statistik veröffentlichen; Interessierte können automatisierte Updates über das Enter Finland-Portal abonnieren. Personalabteilungen sollten laufende Verlängerungen von Aufenthaltstiteln mit den neuen, niedrigeren Nachfrageschätzungen abgleichen, um Verzögerungen bei der Bearbeitung nicht zu überschätzen.
Quelle: VisaHQ / Daily Finland

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