
Reisende aus visumfreien Ländern, die Deutschland und den Schengen-Raum besuchen möchten, müssen ab nächstem Jahr mit höheren Kosten rechnen. Am 26. November bestätigte die Europäische Kommission, dass die Gebühr für das kommende European Travel Information and Authorisation System (ETIAS) von ursprünglich angekündigten 7 Euro auf 20 Euro steigt. Als Gründe nannten die Behörden Inflation, gestiegene Cyber-Sicherheitskosten und die Notwendigkeit, das System mit vergleichbaren Programmen wie dem US-ESTA anzugleichen.
ETIAS soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 starten, kurz nachdem das biometrische Ein- und Ausreisesystem der EU vollständig in Betrieb genommen wird. Nach dem Start müssen Staatsangehörige von rund 60 Ländern – darunter die USA, Großbritannien, Kanada, Japan und Australien – vor dem Boarding eine Online-Genehmigung für die Einreise in einen der 30 teilnehmenden europäischen Staaten einholen. Die Genehmigungen sind drei Jahre lang gültig oder bis zum Ablauf des Reisepasses.
Für den deutschen Incoming-Tourismus und Geschäftsreisemarkt dürfte die höhere Gebühr die Nachfrage kaum bremsen. Mobilitätsmanager großer Unternehmen weisen jedoch auf Budgetauswirkungen für große Projektteams und Vielflieger hin. Eine zehnköpfige Delegation, die innerhalb von drei Jahren viermal deutsche Standorte besucht, zahlt nun 800 Euro an ETIAS-Gebühren statt zuvor 280 Euro. Unternehmen müssen möglicherweise ihre Reiserichtlinien, Ausgabenlimits und Tagegeldregelungen anpassen.
Verbraucherschutzorganisationen begrüßten, dass die Gebührenbefreiung für Kinder unter 18 und Senioren über 70 erhalten bleibt, forderten jedoch von Brüssel transparente Online-Prozesse zur Betrugsbekämpfung. Die Kommission räumte ein, dass bereits über 60 gefälschte ETIAS-Webseiten ahnungslose Antragsteller täuschen, und kündigte für Anfang 2026 eine Informationskampagne an.
Deutsche Flughäfen und Fluggesellschaften müssen derweil ihre Check-in-Systeme aufrüsten, um den ETIAS-Status zu prüfen – eine Herausforderung, da parallel die biometrischen Ein- und Ausreisekioske nachgerüstet werden. Der Branchenverband BDL warnte, dass Teil-Einführungen „Zwei-Klassen-Schlangen“ verursachen könnten, wenn nicht ausreichend Personal und Beschilderung bereitgestellt werden.
ETIAS soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 starten, kurz nachdem das biometrische Ein- und Ausreisesystem der EU vollständig in Betrieb genommen wird. Nach dem Start müssen Staatsangehörige von rund 60 Ländern – darunter die USA, Großbritannien, Kanada, Japan und Australien – vor dem Boarding eine Online-Genehmigung für die Einreise in einen der 30 teilnehmenden europäischen Staaten einholen. Die Genehmigungen sind drei Jahre lang gültig oder bis zum Ablauf des Reisepasses.
Für den deutschen Incoming-Tourismus und Geschäftsreisemarkt dürfte die höhere Gebühr die Nachfrage kaum bremsen. Mobilitätsmanager großer Unternehmen weisen jedoch auf Budgetauswirkungen für große Projektteams und Vielflieger hin. Eine zehnköpfige Delegation, die innerhalb von drei Jahren viermal deutsche Standorte besucht, zahlt nun 800 Euro an ETIAS-Gebühren statt zuvor 280 Euro. Unternehmen müssen möglicherweise ihre Reiserichtlinien, Ausgabenlimits und Tagegeldregelungen anpassen.
Verbraucherschutzorganisationen begrüßten, dass die Gebührenbefreiung für Kinder unter 18 und Senioren über 70 erhalten bleibt, forderten jedoch von Brüssel transparente Online-Prozesse zur Betrugsbekämpfung. Die Kommission räumte ein, dass bereits über 60 gefälschte ETIAS-Webseiten ahnungslose Antragsteller täuschen, und kündigte für Anfang 2026 eine Informationskampagne an.
Deutsche Flughäfen und Fluggesellschaften müssen derweil ihre Check-in-Systeme aufrüsten, um den ETIAS-Status zu prüfen – eine Herausforderung, da parallel die biometrischen Ein- und Ausreisekioske nachgerüstet werden. Der Branchenverband BDL warnte, dass Teil-Einführungen „Zwei-Klassen-Schlangen“ verursachen könnten, wenn nicht ausreichend Personal und Beschilderung bereitgestellt werden.
Quelle: Buch-dein-Visum
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