
Ankara reagierte am 27. November scharf auf das neu unterzeichnete Seegrenzenabkommen zwischen Zypern und Libanon. Das türkische Verteidigungsministerium erklärte die Vereinbarung für „inakzeptabel“, da sie die Rechte der Türkischen Republik Nordzypern (TRNZ) ignoriere. Sprecher Oncu Keceli forderte die regionalen Staaten und Investoren auf, „einseitige Schritte“ der sogenannten „griechisch-zyprischen Verwaltung“ abzulehnen.
Die Türkei ist das einzige Land, das die 1974 nach der Invasion gegründete TRNZ anerkennt, die die Insel spaltete. Obwohl die zwischen Zypern und Libanon vereinbarte Ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) außerhalb des türkischen Kontinentalschelfs liegt, argumentieren Beamte in Ankara, dass sie dennoch die gerechte Ressourcenteilung rund um die Insel beeinträchtigt. Die Erklärung droht, neue geopolitische Risiken für bevorstehende seismische Untersuchungen zu schaffen und könnte die Versicherungsdeckung für Schiffe in den umstrittenen Gewässern erschweren.
Für Mobilitätsmanager ist der Konflikt eine Erinnerung daran, dass Projekte im östlichen Mittelmeer sowohl politische als auch operative Risiken bergen. Unternehmen, die Personal in zyprische oder libanesische Offshore-Blocks entsenden wollen, müssen mit höheren Sicherheitsprämien rechnen und sollten die Notices to Mariners im Hinblick auf mögliche türkische Marineübungen genau beobachten. Konsularische Berater warnen zudem, dass türkische Einwanderungsbehörden die Kontrolle von Reisenden verschärfen könnten, deren Pässe kürzlich Stempel der Republik Zypern aufweisen.
Diplomaten in Nikosia spielten die Drohung herunter und betonten, dass das AWZ-Abkommen vollumfänglich mit dem Völkerrecht übereinstimme und zukünftige Gespräche über die Wiedervereinigung der Insel nicht beeinträchtige. Dennoch bereitet der Europäische Auswärtige Dienst Gesprächsleitfäden vor, falls der Streit beim nächsten EU-Außenministerrat eskaliert.
Die Türkei ist das einzige Land, das die 1974 nach der Invasion gegründete TRNZ anerkennt, die die Insel spaltete. Obwohl die zwischen Zypern und Libanon vereinbarte Ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) außerhalb des türkischen Kontinentalschelfs liegt, argumentieren Beamte in Ankara, dass sie dennoch die gerechte Ressourcenteilung rund um die Insel beeinträchtigt. Die Erklärung droht, neue geopolitische Risiken für bevorstehende seismische Untersuchungen zu schaffen und könnte die Versicherungsdeckung für Schiffe in den umstrittenen Gewässern erschweren.
Für Mobilitätsmanager ist der Konflikt eine Erinnerung daran, dass Projekte im östlichen Mittelmeer sowohl politische als auch operative Risiken bergen. Unternehmen, die Personal in zyprische oder libanesische Offshore-Blocks entsenden wollen, müssen mit höheren Sicherheitsprämien rechnen und sollten die Notices to Mariners im Hinblick auf mögliche türkische Marineübungen genau beobachten. Konsularische Berater warnen zudem, dass türkische Einwanderungsbehörden die Kontrolle von Reisenden verschärfen könnten, deren Pässe kürzlich Stempel der Republik Zypern aufweisen.
Diplomaten in Nikosia spielten die Drohung herunter und betonten, dass das AWZ-Abkommen vollumfänglich mit dem Völkerrecht übereinstimme und zukünftige Gespräche über die Wiedervereinigung der Insel nicht beeinträchtige. Dennoch bereitet der Europäische Auswärtige Dienst Gesprächsleitfäden vor, falls der Streit beim nächsten EU-Außenministerrat eskaliert.
Quelle: Reuters
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