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Wien schließt letztes Ankunftszentrum für ukrainische Vertriebene

Dez. 21, 2025
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Wien schließt letztes Ankunftszentrum für ukrainische Vertriebene
Die Stadtregierung Wiens hat bestätigt, dass das Quartier Schlossberg – das einzige Ankunftszentrum der Hauptstadt für Menschen, die vor dem Krieg Russlands in der Ukraine fliehen – zum Jahresende schließen wird. Die von der NGO Volkshilfe betriebene Einrichtung hat seit März 2022 mehr als 9.000 Ukrainer aufgenommen, ist jedoch seit Monaten voll ausgelastet. Mit der Schließung wird kein österreichisches Bundesland mehr ein eigenständiges Aufnahmezentrum betreiben; Neuankömmlinge werden direkt in kommunale Unterkünfte oder private Wohnungen vermittelt.

Städtische Vertreter kritisieren, dass die einmalige Bundesförderung von 190 Euro pro Person „seit 2022 nicht indexiert wurde und nur einen Bruchteil der tatsächlichen Kosten deckt“. Wien unterstützt derzeit rund 10.800 Ukrainer im Grundversorgungssystem – etwa ein Drittel der nationalen Gesamtzahl von 30.000. Das Innenministerium wurde über die Entscheidung informiert, hat jedoch keine alternativen Kapazitäten angekündigt.

Wien schließt letztes Ankunftszentrum für ukrainische Vertriebene


Für Fachleute im Bereich Mobilität bedeutet dieser Schritt engere Engpässe bei der Notunterbringung, gerade jetzt, wo die Energiepreise im Winter steigen. Ukrainische Fachkräfte in Österreich müssen mit längeren Wartezeiten bei der Erstregistrierung, Polizeiterminen und der Bearbeitung von Aufenthaltstiteln rechnen, falls das bisherige One-Stop-Modell durch ad-hoc-Lösungen ersetzt wird. Arbeitgeber sollten daher mit temporären Hotelunterkünften kalkulieren und mögliche Verzögerungen bei Projektstartterminen einplanen.

Die Schließung wirft auch politische Fragen auf. NGOs befürchten, dass die Verteilung der Ankommenden auf kleinere Unterkünfte den Zugang zu Deutschkursen und Arbeitsmarktservices, die in Wien konzentriert sind, erschweren wird. Unternehmen, die ukrainische Fachkräfte aus dem Tech- oder Baubereich rekrutieren, müssen möglicherweise enger mit den Landesbehörden zusammenarbeiten, um Integrationsunterstützung sicherzustellen.
Quelle: Ukrinform (citing ORF)

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