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Prognose für Chinas Auslandsreisen: 2026 werden 10 Millionen zusätzliche Reisen erwartet, doch Japan-Besuche könnten sich halbieren

Jan. 12, 2026
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Prognose für Chinas Auslandsreisen: 2026 werden 10 Millionen zusätzliche Reisen erwartet, doch Japan-Besuche könnten sich halbieren
Der chinesische Auslandsreiseverkehr steht laut neuen Daten des Marketing-Technologieunternehmens China Trading Desk vor einem weiteren Jahr mit zweistelligem Wachstum. Das Unternehmen prognostiziert für 2026 zwischen 165 und 175 Millionen grenzüberschreitende Reisen von Festlandchinesen – etwa 10 Millionen mehr als im Vorjahr.

Analysten führen diese Expansion auf zwei wichtige Faktoren zurück: einen stärkeren Renminbi, der seit Dezember gegenüber dem US-Dollar um mehr als 1 Prozent aufgewertet wurde, sowie eine beispiellose Welle von visafreien oder visalockeren Regelungen für Inhaber chinesischer Reisepässe. Über ein Dutzend Länder – zuletzt Türkiye und Russland – haben Kurzzeitvisa abgeschafft, während andere wie Thailand und Vietnam Gebühren gesenkt oder E-Visum-Verfahren vereinfacht haben.

Prognose für Chinas Auslandsreisen: 2026 werden 10 Millionen zusätzliche Reisen erwartet, doch Japan-Besuche könnten sich halbieren


Nicht alle Märkte profitieren gleichermaßen. Japan, einst das zweitbeliebteste Reiseziel der Chinesen, könnte laut Umfrage aufgrund eines anhaltenden politischen Streits einen Rückgang der Ankünfte um fast 50 Prozent auf rund 4,8 Millionen verzeichnen. Die zunehmende Anti-Japan-Stimmung in chinesischen sozialen Medien und der schwache Yen haben Reisende dazu veranlasst, „freundlichere“ asiatische Alternativen wie Südkorea, Vietnam und Thailand in Betracht zu ziehen, die im Bericht als die drei größten Gewinner genannt werden.

Diese Erkenntnisse sind für Fluggesellschaften, Hotelketten und Einzelhändler von Bedeutung, die auf die Kaufkraft chinesischer Touristen angewiesen sind. Internationale Airlines passen bereits ihre Winterflugpläne an: Korean Air plant eine Kapazitätserhöhung um 14 Prozent auf China-Strecken, während einige japanische Fluggesellschaften breitkörpige Flugzeuge still und heimlich nach Südostasien verlagern. Globale Luxusmarken setzen unterdessen auf Seoul Duty-Free-Shops und Bangkoks neue Mehrwertsteuer-Rückerstattungskioske, um chinesische Ausgaben anzuziehen.

Firmen, die Geschäftsreisen organisieren, sollten beachten, dass die Beantragung von Geschäftsvisa für Länder mit noch erforderlichen Konsulatsterminen weiterhin schwierig ist. Frühzeitige Planung und die Nutzung neu eingeführter Mehrfacheinreise-E-Visa – besonders in Vietnam – können Risiken minimieren. Die übergeordnete Botschaft ist klar: Die Nachfrage ist zurück, richtet sich aber zunehmend auf Reiseziele, die Chinas postpandemische Offenheit erwidern.
Quelle: South China Morning Post

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