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Landesweiter vierstündiger Streik der easyJet-Crews bringt italienischen Flugplan durcheinander

Feb. 1, 2026
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Landesweiter vierstündiger Streik der easyJet-Crews bringt italienischen Flugplan durcheinander
Italienische Geschäftsreisende stehen am Samstag vor großen Herausforderungen: Die Piloten-Gewerkschaft ANPAC und die Kabinengewerkschaft USB Lavoro Aereo von easyJet rufen am 31. Januar 2026 zu einem landesweiten Streik von 13:00 bis 17:00 Uhr MEZ auf. Die Arbeitsniederlegung fällt außerhalb der gesetzlich geschützten „Fluggarantiezeiten“ (07:00–10:00 und 18:00–21:00 Uhr), weshalb hunderte Inlands- und Schengen-Flüge verspätet oder gestrichen werden können. Allein am Flughafen Mailand-Malpensa betreibt die britische Billigfluggesellschaft in diesem Zeitraum normalerweise über 70 Abflüge; auch Rom-Fiumicino, Neapel, Venedig, Bari und Catania sind im Streikaufruf genannt. (airhelp.com)

Warum streiken die Crews? Die Gewerkschaftsvertreter kritisieren, dass das Angebot von easyJet für einen neuen Tarifvertrag die Inflation nicht ausgleicht, hinter den Gehältern der Kollegen in Frankreich und Spanien zurückbleibt und keine Lösungen für Ruhezeiten und Dienstpläne bietet, die sich seit Einführung der größeren Airbus A321neo-Flotte verschlechtert haben. Die Verhandlungen ziehen sich seit Ablauf des vorherigen Vertrags im September 2025 hin; die Gewerkschaften drohen mit weiteren Aktionen, falls keine „europäische Gleichstellung“ erreicht wird.

Auswirkungen auf den Betrieb. easyJet hat einen Notfall-Dienstplan aktiviert und versichert, dass die meisten Flüge stattfinden werden. Der Flughafenbetreiber GESAC in Neapel warnt jedoch vor „Verspätungen und einigen Ausfällen“. Verzögerungen könnten sich bis Montagmorgen auf Flugzeuge und Crews auswirken, die über Nacht stationiert sind. Geschäftsreisende mit Terminen am Montag sollten alternative Zugverbindungen prüfen, auch wenn die Frecciarossa-Verbindungen von Trenitalia zwischen Mailand und Rom am Nachmittag bereits stark ausgelastet sind.

Landesweiter vierstündiger Streik der easyJet-Crews bringt italienischen Flugplan durcheinander


Passagierrechte. Nach EU-Verordnung 261/2004 gelten Streiks durch eigenes Personal der Fluggesellschaft in der Regel **nicht** als „außergewöhnliche Umstände“. Daher können bei Verspätungen ab drei Stunden Entschädigungen zwischen 250 und 600 Euro fällig werden. easyJet muss zudem Umbuchungen oder Erstattungen anbieten. Geschäftsreisende sollten wichtige Flüge proaktiv umbuchen oder flexible Tickets sichern.

Praktische Tipps: 1) Flugstatus regelmäßig in der Airline-App und auf Flughafen-Websites prüfen. 2) Mindestens zwei Stunden Puffer für Anschlussflüge einplanen. 3) Schriftliche Nachweise über Verspätungen oder Ausfälle für Versicherungsansprüche sammeln. 4) Für zeitkritische Termine Bahn oder alternative Airlines in Betracht ziehen.

Der Streik verdeutlicht die arbeitsrechtlichen Herausforderungen, denen Billigfluggesellschaften gegenüberstehen, während der Flugverkehr in Italien bereits das Niveau von 2019 übersteigt und Crews eine Nach-Corona-Lohnangleichung fordern.
Quelle: AirHelp & ANSA

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