
Während Österreich auf den vierten Kriegswinter zusteuert, führen Koordinationsprobleme zwischen Bund und Ländern dazu, dass neu ankommende Ukrainerinnen und Ukrainer ohne Unterkunft dastehen. Seit Anfang Januar ist das zentrale Aufnahmezentrum der Regierung in Traiskirchen überfüllt, ein Ersatz wurde bislang nicht vereinbart. Am 4. Februar besuchte das Ö1-Magazin „Moment“ einen Pfarrsaal in Wien-Döbling, der in eine Notunterkunft mit 50 Betten umgewandelt wurde.
Lokale Freiwillige, unterstützt von Caritas und der ukrainisch-griechisch-katholischen Gemeinde, sammeln Lebensmittel, Hygieneartikel und Spenden, um die Zeit bis zur offiziellen Unterbringung zu überbrücken. Sie begleiten Familien zur Registrierung für temporäre Schutzkarten (die Arbeitsrechte und Sozialleistungen gewähren) und helfen Kindern bei der Einschulung. Die provisorische Lösung läuft seit drei Wochen und hat bereits 186 Menschen, überwiegend Frauen mit kleinen Kindern, unterstützt.
Die Initiative der Pfarre verdeutlicht eine tiefere politische Blockade: Das Innenministerium fordert, dass die Länder ihre Kapazitäten ausbauen, während mehrere Bundesländer argumentieren, dass die Finanzierungsregeln sie finanziell benachteiligen. Wirtschaftsverbände befürchten einen Imageschaden, falls Österreich als unvorbereitet wahrgenommen wird, und weisen darauf hin, dass Unternehmensentsandte aus Kiew und Lwiw zunehmend Wien zugunsten von Warschau oder Prag meiden, wo die Aufnahmeverfahren reibungsloser laufen.
Rechtsberater erinnern Arbeitgeber daran, dass der unter der EU-Richtlinie 2001/55 gewährte temporäre Schutzstatus sofortige Beschäftigung ohne Arbeitsmarktprüfung erlaubt. Personalabteilungen sollten daher die Onboarding-Prozesse vereinfachen und den Zugang zu Deutschkursen sicherstellen. Mobilitätsmanager werden aufgefordert, die Krankenversicherung zu überprüfen, da Freiwillige keine kontinuierliche medizinische Versorgung garantieren können, wenn der Pfarrsaal Ende des Monats schließt.
Die Stadt Wien erklärt, die Verhandlungen über eine neue bundesweite Aufnahmeeinrichtung seien „fortgeschritten“, nennt jedoch keinen Zeitplan. In der Zwischenzeit wird Unternehmen empfohlen, mit NGOs für Zwischenunterkünfte zusammenzuarbeiten und für die Hochsaison der Skiferien mit Hotelkosten zu kalkulieren, da private Unterkünfte knapp sind.
Lokale Freiwillige, unterstützt von Caritas und der ukrainisch-griechisch-katholischen Gemeinde, sammeln Lebensmittel, Hygieneartikel und Spenden, um die Zeit bis zur offiziellen Unterbringung zu überbrücken. Sie begleiten Familien zur Registrierung für temporäre Schutzkarten (die Arbeitsrechte und Sozialleistungen gewähren) und helfen Kindern bei der Einschulung. Die provisorische Lösung läuft seit drei Wochen und hat bereits 186 Menschen, überwiegend Frauen mit kleinen Kindern, unterstützt.
Die Initiative der Pfarre verdeutlicht eine tiefere politische Blockade: Das Innenministerium fordert, dass die Länder ihre Kapazitäten ausbauen, während mehrere Bundesländer argumentieren, dass die Finanzierungsregeln sie finanziell benachteiligen. Wirtschaftsverbände befürchten einen Imageschaden, falls Österreich als unvorbereitet wahrgenommen wird, und weisen darauf hin, dass Unternehmensentsandte aus Kiew und Lwiw zunehmend Wien zugunsten von Warschau oder Prag meiden, wo die Aufnahmeverfahren reibungsloser laufen.
Rechtsberater erinnern Arbeitgeber daran, dass der unter der EU-Richtlinie 2001/55 gewährte temporäre Schutzstatus sofortige Beschäftigung ohne Arbeitsmarktprüfung erlaubt. Personalabteilungen sollten daher die Onboarding-Prozesse vereinfachen und den Zugang zu Deutschkursen sicherstellen. Mobilitätsmanager werden aufgefordert, die Krankenversicherung zu überprüfen, da Freiwillige keine kontinuierliche medizinische Versorgung garantieren können, wenn der Pfarrsaal Ende des Monats schließt.
Die Stadt Wien erklärt, die Verhandlungen über eine neue bundesweite Aufnahmeeinrichtung seien „fortgeschritten“, nennt jedoch keinen Zeitplan. In der Zwischenzeit wird Unternehmen empfohlen, mit NGOs für Zwischenunterkünfte zusammenzuarbeiten und für die Hochsaison der Skiferien mit Hotelkosten zu kalkulieren, da private Unterkünfte knapp sind.
Quelle: Ö1 / ORF
Wie VisaHQ helfen kann
VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Österreich.Mehr von Österreich
Alle anzeigen
20-Euro-ETIAS-Gebühr für visumfreie Reisende bei Einreise in den Schengen-Raum ab Ende 2026 bestätigt
Brüssel erlaubt EU-Staaten vorübergehenden Stopp neuer biometrischer Grenzkontrollen; Flughafen Wien plant hybride Kontrollen für den Sommer