
Das Europäische Reiseinformations- und -genehmigungssystem (ETIAS) hat endlich einen Preis: Die Europäische Kommission bestätigte am 4. Februar, dass die elektronische Reisegenehmigung 20 € pro Antragsteller kosten wird. Reisende im Alter von 18 bis 70 Jahren aus mehr als 60 visumfreien Ländern – darunter Großbritannien, die USA und Kanada – müssen vor dem Einsteigen in ein Verkehrsmittel zu einem der 29 Schengen-Mitgliedstaaten plus Zypern eine ETIAS-Genehmigung einholen.
Obwohl ETIAS oft als „Visum“ bezeichnet wird, ähnelt es eher dem US-ESTA: Antragsteller füllen ein kurzes Online-Formular aus, laden Passdaten hoch und bezahlen die Gebühr per Kreditkarte. Ihre Daten werden automatisch mit dem Schengener Informationssystem sowie den Datenbanken von Interpol und Europol abgeglichen; die meisten Entscheidungen erfolgen innerhalb von Minuten, in Einzelfällen mit Treffern ist jedoch eine manuelle Prüfung von bis zu 30 Tagen möglich. Die Genehmigung ist drei Jahre gültig oder bis zum Ablauf des verknüpften Reisepasses und erlaubt mehrere Aufenthalte von bis zu 90 Tagen innerhalb eines 180-Tage-Zeitraums.
Für österreichische Unternehmen schafft die Preisfestlegung nach monatelangen Spekulationen Klarheit. Mobility Manager müssen nun für Kollegen, die vom Hauptsitz in Wien zu Tochtergesellschaften in Australien oder Singapur entsandt werden und routinemäßig über Dubai fliegen und dann wieder ins Schengen-Gebiet am Flughafen Schwechat einreisen, mit 20 € pro Reise kalkulieren. Reisebüros warnen, dass große Entsendungsprogramme ohne Anpassung der Richtlinien mit Kostensteigerungen im sechsstelligen Bereich rechnen müssen.
Fluggesellschaften und Flughäfen begrüßen die Gebührenentscheidung, da sie nun System-Upgrades zur Überprüfung des ETIAS-Status beim Check-in abschließen können. Der Flughafen Wien wird die Kontrolle direkt in die Gates zur Bordkartenvalidierung integrieren; Fluggesellschaften, die nicht mitziehen, drohen Bußgelder von 5.000 € pro unzulässigem Passagier.
Die Kommission betonte, dass ETIAS erst nach der vollständigen Inbetriebnahme des separaten Ein- und Ausreisesystems (EES) verpflichtend wird – derzeit für April 2026 geplant. Eine sechsmonatige „Soft-Launch“-Phase ist vorgesehen, in der Reisende ohne ETIAS zwar gewarnt, aber nicht vom Boarding ausgeschlossen werden. Das österreichische Innenministerium kündigte an, 120 zusätzliche Grenzbeamte für die Übergangsphase einzustellen und ein ETIAS-Callcenter in Linz zur Bearbeitung von Reisendenanfragen einzurichten.
Obwohl ETIAS oft als „Visum“ bezeichnet wird, ähnelt es eher dem US-ESTA: Antragsteller füllen ein kurzes Online-Formular aus, laden Passdaten hoch und bezahlen die Gebühr per Kreditkarte. Ihre Daten werden automatisch mit dem Schengener Informationssystem sowie den Datenbanken von Interpol und Europol abgeglichen; die meisten Entscheidungen erfolgen innerhalb von Minuten, in Einzelfällen mit Treffern ist jedoch eine manuelle Prüfung von bis zu 30 Tagen möglich. Die Genehmigung ist drei Jahre gültig oder bis zum Ablauf des verknüpften Reisepasses und erlaubt mehrere Aufenthalte von bis zu 90 Tagen innerhalb eines 180-Tage-Zeitraums.
Für österreichische Unternehmen schafft die Preisfestlegung nach monatelangen Spekulationen Klarheit. Mobility Manager müssen nun für Kollegen, die vom Hauptsitz in Wien zu Tochtergesellschaften in Australien oder Singapur entsandt werden und routinemäßig über Dubai fliegen und dann wieder ins Schengen-Gebiet am Flughafen Schwechat einreisen, mit 20 € pro Reise kalkulieren. Reisebüros warnen, dass große Entsendungsprogramme ohne Anpassung der Richtlinien mit Kostensteigerungen im sechsstelligen Bereich rechnen müssen.
Fluggesellschaften und Flughäfen begrüßen die Gebührenentscheidung, da sie nun System-Upgrades zur Überprüfung des ETIAS-Status beim Check-in abschließen können. Der Flughafen Wien wird die Kontrolle direkt in die Gates zur Bordkartenvalidierung integrieren; Fluggesellschaften, die nicht mitziehen, drohen Bußgelder von 5.000 € pro unzulässigem Passagier.
Die Kommission betonte, dass ETIAS erst nach der vollständigen Inbetriebnahme des separaten Ein- und Ausreisesystems (EES) verpflichtend wird – derzeit für April 2026 geplant. Eine sechsmonatige „Soft-Launch“-Phase ist vorgesehen, in der Reisende ohne ETIAS zwar gewarnt, aber nicht vom Boarding ausgeschlossen werden. Das österreichische Innenministerium kündigte an, 120 zusätzliche Grenzbeamte für die Übergangsphase einzustellen und ein ETIAS-Callcenter in Linz zur Bearbeitung von Reisendenanfragen einzurichten.
Quelle: The Times
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