
In einer ungewöhnlich scharfen Presseerklärung vom 3. Februar warf die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ)-Europaabgeordnete Petra Steger der Europäischen Kommission „totales Versagen“ vor, nachdem Beamte eingeräumt hatten, dass das Ein- und Ausreisesystem (EES) erst im September 2026 vollständig einsatzbereit sein wird. Die Abgeordnete kritisierte, dass jahrelange Verzögerungen bereits „Chaos an Flughäfen, Fährterminals und im Eurotunnel“ verursacht hätten, und verwies auf verpasste Flüge sowie siebenstündige Warteschlangen am Flughafen Lissabon als Belege. (ots.at)
Steger betonte, dass die weiterhin auf Passstempel angewiesene Praxis die Bemühungen, Europas Außengrenzen zu sichern und Mehrfachidentitäten zu erkennen, untergrabe. Sie forderte den Kommissar Magnus Brunner – selbst Österreicher – auf, innerhalb weniger Wochen einen Rettungsplan vorzulegen und Notfallmittel bereitzustellen, damit die Mitgliedstaaten an der Front zusätzliche Grenzbeamte einstellen und schulen können, bevor die Hauptreisezeit beginnt.
Die Intervention hat auch innenpolitisches Gewicht: Österreich hat seine Grenzkontrollen zu Ungarn, Slowenien, Tschechien und der Slowakei bis zum 15. Juni 2026 verlängert und müsste Personal umschichten, falls sich die Engpässe an den Flughäfen verschärfen. Geschäftsreiseverbände befürchten, dass die anhaltende Unsicherheit Unternehmen dazu zwingen könnte, Führungskräfte über Zürich oder München umzuleiten, wo die E-Gates zuverlässiger funktionieren.
Obwohl Stegers Kritik parteipolitisch gefärbt ist, verdeutlicht sie die Herausforderungen für globale Mobilitätsteams. Viele Unternehmen hatten ihre Reiserichtlinien bereits auf den ursprünglich geplanten Stichtag 10. April angepasst; diese Dokumente müssen nun erneut überarbeitet werden. Mobility-Manager sollten zudem beachten, dass Duty-of-Care-Software Risikowarnungen oft an das „Ausstellungsdatum“ auf offiziellen Reisehinweis-Seiten koppelt. Da sich die EES-Timelines verschieben, könnten automatisierte Warnungen fehlschlagen, wenn die Abläufe nicht manuell angepasst werden.
Kommissionskreise in Brüssel versichern, dass bis Juli weitere 500 Kioske an wichtigen Verkehrsknotenpunkten installiert werden, räumen aber ein, dass vollständige End-to-End-Systemtests erst nach der Sommerspitze abgeschlossen werden können. Für den Moment wird österreichischen Arbeitgebern empfohlen, Reisende darauf vorzubereiten, mehr Zeit einzuplanen und Bordkarten griffbereit zu halten, falls biometrische Kioske ausfallen und manuell gestempelt werden muss.
Steger betonte, dass die weiterhin auf Passstempel angewiesene Praxis die Bemühungen, Europas Außengrenzen zu sichern und Mehrfachidentitäten zu erkennen, untergrabe. Sie forderte den Kommissar Magnus Brunner – selbst Österreicher – auf, innerhalb weniger Wochen einen Rettungsplan vorzulegen und Notfallmittel bereitzustellen, damit die Mitgliedstaaten an der Front zusätzliche Grenzbeamte einstellen und schulen können, bevor die Hauptreisezeit beginnt.
Die Intervention hat auch innenpolitisches Gewicht: Österreich hat seine Grenzkontrollen zu Ungarn, Slowenien, Tschechien und der Slowakei bis zum 15. Juni 2026 verlängert und müsste Personal umschichten, falls sich die Engpässe an den Flughäfen verschärfen. Geschäftsreiseverbände befürchten, dass die anhaltende Unsicherheit Unternehmen dazu zwingen könnte, Führungskräfte über Zürich oder München umzuleiten, wo die E-Gates zuverlässiger funktionieren.
Obwohl Stegers Kritik parteipolitisch gefärbt ist, verdeutlicht sie die Herausforderungen für globale Mobilitätsteams. Viele Unternehmen hatten ihre Reiserichtlinien bereits auf den ursprünglich geplanten Stichtag 10. April angepasst; diese Dokumente müssen nun erneut überarbeitet werden. Mobility-Manager sollten zudem beachten, dass Duty-of-Care-Software Risikowarnungen oft an das „Ausstellungsdatum“ auf offiziellen Reisehinweis-Seiten koppelt. Da sich die EES-Timelines verschieben, könnten automatisierte Warnungen fehlschlagen, wenn die Abläufe nicht manuell angepasst werden.
Kommissionskreise in Brüssel versichern, dass bis Juli weitere 500 Kioske an wichtigen Verkehrsknotenpunkten installiert werden, räumen aber ein, dass vollständige End-to-End-Systemtests erst nach der Sommerspitze abgeschlossen werden können. Für den Moment wird österreichischen Arbeitgebern empfohlen, Reisende darauf vorzubereiten, mehr Zeit einzuplanen und Bordkarten griffbereit zu halten, falls biometrische Kioske ausfallen und manuell gestempelt werden muss.
Quelle: APA-OTS press release
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