
Die Europäische Kommission hat stillschweigend akzeptiert, dass viele Schengen-Flughäfen und Seehäfen – darunter auch der Flughafen Wien – bis zum ursprünglichen Stichtag am 10. April 2026 technisch nicht vollständig bereit sein werden, alle Drittstaatsreisenden über das neue Ein- und Ausreisesystem (EES) abzuwickeln. Nach einer Entscheidung, die am 2. Februar in Brüssel bekanntgegeben und am 3. Februar bestätigt wurde, dürfen die Mitgliedstaaten Reisepässe bis zu 90 Tage lang weiterhin manuell stempeln, mit einer möglichen Verlängerung um weitere 60 Tage, die die gesamte Sommer-Hauptreisezeit abdeckt. (euronews.com)
Das EES soll biometrische Daten sowie Ein- und Ausreisestempel aller Nicht-EU-Besucher und Kurzzeitvisa-Inhaber erfassen. Österreich startete im Oktober 2025 mit einer schrittweisen Einführung am Flughafen Wien, gefolgt von Salzburg einen Monat später. Das Innenministerium räumt jedoch ein, dass die Leistung noch unzuverlässig ist: Nur etwa ein Drittel der berechtigten Reisenden ist derzeit registriert, da mehrere Selbstbedienungskioske immer wieder ausfallen. Der Airport Council International Europe warnt, dass die Grenzkontrollzeiten um bis zu 70 % gestiegen sind und sich Warteschlangen gelegentlich bis zu drei Stunden erstrecken. (bmi.gv.at)
Mit der Einführung eines vorübergehenden „Pause-Knopfes“ will Brüssel verhindern, dass sich Szenen wie am Flughafen Lissabon wiederholen, wo die EES-Kontrollen nach siebenstündigen Warteschlangen im Dezember für drei Monate ausgesetzt werden mussten. Die österreichische Grenzpolizei wird daher zwischen April und September ein Mischmodell betreiben: Reisende werden bei Überlastung der Kioske zu manuellen Kontrollstellen geleitet, um den Passagierfluss und Anschlussverbindungen aufrechtzuerhalten.
Für Unternehmen mit regionalen Mitarbeitern oder Projektteams in Österreich bietet diese Atempause etwas Spielraum. Drittstaatsangehörige, die häufig zwischen Wien pendeln, sollten weiterhin mehr Zeit einplanen, doch Mobilitätsmanager können groß angelegte „Erstreise“-Schulungen verschieben, bis das System stabil läuft. Fluggesellschaften gewinnen zudem einige Monate, um die EES-Schnittstelle in mobile Bordkarten zu integrieren, sodass der biometrische Registrierungsstatus den Gate-Mitarbeitern angezeigt wird.
Blickt man weiter voraus, versichert das Innenministerium, den neuen „vollständigen Compliance“-Termin im September einzuhalten. Der Flughafen Wien hat 60 zusätzliche Secunet-Kioske bestellt und Überstundenregelungen mit der Bundespolizei ausgehandelt, sodass ab Mitte August jede Langstreckenankunft rund um die Uhr besetzt sein kann. Organisationen, die auf enge Anschlusszeiten angewiesen sind – etwa Pharmaexporteure mit temperatursensiblen Waren – sollten den Installationsplan genau beobachten und während der Übergangsphase gegebenenfalls Premium-Services für die Abfertigung in Betracht ziehen.
Das EES soll biometrische Daten sowie Ein- und Ausreisestempel aller Nicht-EU-Besucher und Kurzzeitvisa-Inhaber erfassen. Österreich startete im Oktober 2025 mit einer schrittweisen Einführung am Flughafen Wien, gefolgt von Salzburg einen Monat später. Das Innenministerium räumt jedoch ein, dass die Leistung noch unzuverlässig ist: Nur etwa ein Drittel der berechtigten Reisenden ist derzeit registriert, da mehrere Selbstbedienungskioske immer wieder ausfallen. Der Airport Council International Europe warnt, dass die Grenzkontrollzeiten um bis zu 70 % gestiegen sind und sich Warteschlangen gelegentlich bis zu drei Stunden erstrecken. (bmi.gv.at)
Mit der Einführung eines vorübergehenden „Pause-Knopfes“ will Brüssel verhindern, dass sich Szenen wie am Flughafen Lissabon wiederholen, wo die EES-Kontrollen nach siebenstündigen Warteschlangen im Dezember für drei Monate ausgesetzt werden mussten. Die österreichische Grenzpolizei wird daher zwischen April und September ein Mischmodell betreiben: Reisende werden bei Überlastung der Kioske zu manuellen Kontrollstellen geleitet, um den Passagierfluss und Anschlussverbindungen aufrechtzuerhalten.
Für Unternehmen mit regionalen Mitarbeitern oder Projektteams in Österreich bietet diese Atempause etwas Spielraum. Drittstaatsangehörige, die häufig zwischen Wien pendeln, sollten weiterhin mehr Zeit einplanen, doch Mobilitätsmanager können groß angelegte „Erstreise“-Schulungen verschieben, bis das System stabil läuft. Fluggesellschaften gewinnen zudem einige Monate, um die EES-Schnittstelle in mobile Bordkarten zu integrieren, sodass der biometrische Registrierungsstatus den Gate-Mitarbeitern angezeigt wird.
Blickt man weiter voraus, versichert das Innenministerium, den neuen „vollständigen Compliance“-Termin im September einzuhalten. Der Flughafen Wien hat 60 zusätzliche Secunet-Kioske bestellt und Überstundenregelungen mit der Bundespolizei ausgehandelt, sodass ab Mitte August jede Langstreckenankunft rund um die Uhr besetzt sein kann. Organisationen, die auf enge Anschlusszeiten angewiesen sind – etwa Pharmaexporteure mit temperatursensiblen Waren – sollten den Installationsplan genau beobachten und während der Übergangsphase gegebenenfalls Premium-Services für die Abfertigung in Betracht ziehen.
Quelle: Euronews