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Brüssel veröffentlicht Fünfjahresplan für Migration und Asyl – Reaktionen österreichischer Akteure

Jan. 30, 2026
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Brüssel veröffentlicht Fünfjahresplan für Migration und Asyl – Reaktionen österreichischer Akteure
Neben der Visa-Strategie hat die Europäische Kommission am 29. Januar 2026 eine umfassendere Europäische Strategie für Asyl- und Migrationsmanagement vorgestellt. Präsentiert auf Deutsch von der Vertretung der Kommission in Wien, legt der Fahrplan politische Prioritäten bis 2031 fest und wird die Gesetzgebungsarbeit zum lang erwarteten Pakt für Migration und Asyl sowie zum überarbeiteten Schengen-Grenzkodex lenken.

Für Österreich – eines von nur zwei Schengen-Ländern, die noch interne Grenzkontrollen zu drei Nachbarstaaten durchführen – ist der Fahrplan politisch heikel. EU-Innenkommissar Magnus Brunner, selbst Österreicher, erklärte, das Ziel sei, die Zahl der irregulären Einreisen „dauerhaft niedrig“ zu halten und gleichzeitig legale Migration zur Schließung von Fachkräftelücken zu nutzen. Die Sozialpartner in Wien forderten umgehend eine rasche Umsetzung, damit Österreich die kostspieligen temporären Grenzkontrollen am Brenner und an der ungarischen Grenze schrittweise abschaffen kann.

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Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören eine Vorfinanzierung von EU-Mitteln für Aufnahmeinfrastruktur, ein verpflichtendes Screening und ein beschleunigtes Rückführungsverfahren an den Außengrenzen sowie eine Empfehlung zur Talentförderung, die den Zugang zu langfristigen Forschungs- und Start-up-Visa erleichtern soll. Letzteres ergänzt Österreichs eigenen Plan zur Digitalisierung der Rot-Weiß-Rot-Karten-Anträge.

Personalverantwortliche in Unternehmen sollten beachten, dass die Kommission von den Mitgliedstaaten verlangt, bis 2028 eine elektronische Antragstellung für Langzeitvisa zu gewährleisten und Qualifikationen schneller anzuerkennen. Multinationale Unternehmen mit regionalen Hauptquartieren in Wien könnten daher von einer beschleunigten innergemeinschaftlichen Mobilität ihrer Nicht-EU-Manager profitieren.

Eine parlamentarische Debatte in Österreich wird für Februar erwartet, bei der die Parteien die Verpflichtungen zur Lastenverteilung genau prüfen werden. Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) hat die Regierung bereits aufgefordert, den Fokus auf das Kapitel zur Talentförderung zu legen und warnte, dass allein der IT-Sektor bis 2027 einen Fachkräftemangel von 24.000 Spezialisten zu erwarten hat.
Quelle: European Commission Representation in Austria

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