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DNA-Sammlung vorerst vom Tisch – USA erwägen umfassendere Datenerfassung bei ESTA-Anträgen

Feb. 10, 2026
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DNA-Sammlung vorerst vom Tisch – USA erwägen umfassendere Datenerfassung bei ESTA-Anträgen
Kurzzeitbesucher aus der Schweiz in den USA können vorerst aufatmen: Die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) bestätigte, dass Reisende im Rahmen des Visa Waiver Program bei der ESTA-Antragstellung keine DNA-Proben abgeben müssen – trotz eines Vorschlags, genetische Daten als „hochwertige Elemente“ an der Grenze zu erfassen. Der im Dezember veröffentlichte Entwurf bleibt bis zum 9. Februar 2026, Mitternacht (EST), für öffentliche Kommentare offen.

Der Entwurf sieht zudem vor, bis zu fünf Jahre lang Social-Media-Benutzernamen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen zu sammeln – Daten, die Datenschützer als übermäßig kritisieren. Die CBP argumentiert, dass umfangreichere Datensätze die Identitätsprüfung und Betrugserkennung verbessern würden, doch Rechtsexperten bemängeln, dass die Behörde kaum Belege dafür vorgelegt hat, dass DNA-Daten mit Überziehungen des Aufenthalts oder Sicherheitsbedrohungen in Verbindung stehen.

DNA-Sammlung vorerst vom Tisch – USA erwägen umfassendere Datenerfassung bei ESTA-Anträgen


Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) erklärte gegenüber Global Mobility News, dass Bern den Regelungsprozess „genau beobachte“, da eine Ausweitung der biometrischen Pflichtdaten für Visa-Waiver-Reisende zu Gegemaßnahmen nach Schweizer Recht führen könnte.

Würde die Regelung in Kraft treten, wären etwa 500.000 Schweizer Staatsangehörige betroffen, die jährlich das Visa Waiver Program für Geschäftsreisen, Tourismus und akademische Konferenzen nutzen. Große Schweizer Multis mit US-Niederlassungen bereiten bereits Musterkommunikationen vor, um ihre mobilen Mitarbeitenden zu beruhigen, warnen jedoch vor deutlich steigenden Kosten für die Einhaltung – von aktualisierten Einwilligungsformularen bis hin zur sicheren Speicherung der neuen Daten.

Interessierte haben noch bis heute Mitternacht Zeit, ihre Stellungnahmen im US Federal Register Portal einzureichen. Eine endgültige Regelung könnte noch 2026 veröffentlicht werden, eine Umsetzung vor 2027 gilt jedoch aufgrund von Beschaffungs- und Systemtests als unwahrscheinlich.
Quelle: VisaVerge

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