
Am 5. Februar wurden die Schweizer Mobilitätsmanager von einer neuen Warnung der europäischen Reisebranche überrascht: Luftfahrtverbände teilten der Europäischen Kommission mit, dass das neue biometrische Ein- und Ausreisesystem (EES) die Passkontrollen an den Außengrenzen des Schengen-Raums zum Stillstand bringen könnte.
Wie der Guardian berichtet, folgt diese Alarmmeldung auf vier Monate „Soft-Launch“-Tests, bei denen nur 35 % der Drittstaatsangehörigen erfasst wurden. Selbst bei diesem reduzierten Volumen kam es an Flughäfen in Spanien, Frankreich und Italien bereits zu Wartezeiten von bis zu drei Stunden. Ab dem 10. April entfällt die 35 %-Begrenzung, und Grenzbeamte – darunter das Schweizer Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) in Zürich, Genf und Basel – müssen jeden Nicht-EU-Besucher mit Fingerabdruck und Gesichtsscanner erfassen.
Branchenverbände wie ACI Europe, Airlines for Europe und das britische Abta fordern Brüssel auf, den Mitgliedstaaten zu erlauben, das System in Spitzenzeiten „auszusetzen“, um fünfstündige Staus zu vermeiden, die Passagiere, Crew und Luftfrachtpersonal gleichermaßen blockieren könnten. Der Flughafen Zürich schätzt, dass die Abfertigung eines vollbesetzten Boeing 777 um 50 bis 70 Minuten länger dauern könnte, wenn alle Passagiere erstmals im EES registriert werden müssen. Das würde die Mindestumsteigezeiten für interkontinentale Verbindungen deutlich über 90 Minuten hinaus verlängern.
Für multinationale Unternehmen, die Talente durch die Schweiz bewegen, lautet die praktische Empfehlung daher: längere Zwischenstopps in den Reiserichtlinien einplanen und sicherstellen, dass Mitarbeitende den Fingerabdruck-Erfassungsprozess, der von Kiosk zu Kiosk variiert, geübt haben. Mobilitätsteams sollten zudem die von der Kommission genehmigten Notfallmaßnahmen im Blick behalten – etwa die vorübergehende Rückkehr zur manuellen Stempelung –, falls sich Warteschlangen zu einer Gefahr für die Sicherheit oder kritische Anschlüsse entwickeln.
Mittelfristig verspricht das biometrische System eine vollständig digitale Berechnung der Schengen-Aufenthaltsdauer und eine schnellere Erkennung von Überziehungen. Bis jedoch Personal, Geräte und Software stabil laufen, werden Schweizer HR- und Reisemanager dringend gebeten, jede Reise außerhalb des Schengen-Raums nach Ostern als „hochrisikoreich“ für Verzögerungen einzustufen und die Reisenden entsprechend vorzubereiten.
Wie der Guardian berichtet, folgt diese Alarmmeldung auf vier Monate „Soft-Launch“-Tests, bei denen nur 35 % der Drittstaatsangehörigen erfasst wurden. Selbst bei diesem reduzierten Volumen kam es an Flughäfen in Spanien, Frankreich und Italien bereits zu Wartezeiten von bis zu drei Stunden. Ab dem 10. April entfällt die 35 %-Begrenzung, und Grenzbeamte – darunter das Schweizer Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) in Zürich, Genf und Basel – müssen jeden Nicht-EU-Besucher mit Fingerabdruck und Gesichtsscanner erfassen.
Branchenverbände wie ACI Europe, Airlines for Europe und das britische Abta fordern Brüssel auf, den Mitgliedstaaten zu erlauben, das System in Spitzenzeiten „auszusetzen“, um fünfstündige Staus zu vermeiden, die Passagiere, Crew und Luftfrachtpersonal gleichermaßen blockieren könnten. Der Flughafen Zürich schätzt, dass die Abfertigung eines vollbesetzten Boeing 777 um 50 bis 70 Minuten länger dauern könnte, wenn alle Passagiere erstmals im EES registriert werden müssen. Das würde die Mindestumsteigezeiten für interkontinentale Verbindungen deutlich über 90 Minuten hinaus verlängern.
Für multinationale Unternehmen, die Talente durch die Schweiz bewegen, lautet die praktische Empfehlung daher: längere Zwischenstopps in den Reiserichtlinien einplanen und sicherstellen, dass Mitarbeitende den Fingerabdruck-Erfassungsprozess, der von Kiosk zu Kiosk variiert, geübt haben. Mobilitätsteams sollten zudem die von der Kommission genehmigten Notfallmaßnahmen im Blick behalten – etwa die vorübergehende Rückkehr zur manuellen Stempelung –, falls sich Warteschlangen zu einer Gefahr für die Sicherheit oder kritische Anschlüsse entwickeln.
Mittelfristig verspricht das biometrische System eine vollständig digitale Berechnung der Schengen-Aufenthaltsdauer und eine schnellere Erkennung von Überziehungen. Bis jedoch Personal, Geräte und Software stabil laufen, werden Schweizer HR- und Reisemanager dringend gebeten, jede Reise außerhalb des Schengen-Raums nach Ostern als „hochrisikoreich“ für Verzögerungen einzustufen und die Reisenden entsprechend vorzubereiten.
Quelle: The Guardian
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