
Ein vernichtender Bericht des Generalrechnungsprüfers Zyperns, veröffentlicht am 13. Februar 2026, zeichnet ein Bild eines Einwanderungssystems, das unter Rückständen, schwachen Kontrollen und kostspieligen Fehlern leidet. Die Prüfung untersuchte die Abläufe der Abteilung für Zivilstand und Migration (CRMD) von Januar 2020 bis Juli 2023 und stellte fest, dass fast 11.900 Anträge auf Staatsbürgerschaft noch unbearbeitet sind – einige davon stammen aus dem Jahr 2007. Die durchschnittliche Bearbeitungszeit für einen Einbürgerungsantrag liegt inzwischen bei 37,7 Monaten, fast dreimal so lang wie der EU-Durchschnitt.
Die Ermittler entdeckten eine alarmierende Schwäche im Identitätsmanagement: Ein türkisch-zyprischer Antragsteller konnte durch wiederholtes Einreichen von Fotos anderer Personen fünf verschiedene Pässe und Personalausweise erhalten. Mangelhafte Dokumentenprüfungen ermöglichten zudem ausländischen Arbeitskräften, gefälschte Sprachzertifikate und Beschäftigungsnachweise vorzulegen, was das Risiko erhöht, dass Aufenthaltserlaubnisse auf betrügerischer Basis ausgestellt wurden.
Die Rückstände wurden durch politische Fehlentscheidungen verschärft. Im November 2019 ordnete das Innenministerium mündlich einen Stopp für neue Daueraufenthaltserlaubnisse an, ohne eine rechtliche Bekanntmachung zu erlassen. Bis Juli 2023 warteten rund 3.000 Anträge in der Schwebe – eine Praxis, die der Generalstaatsanwalt inzwischen für rechtswidrig erklärt hat.
Auch die finanzielle Verwaltung ist besorgniserregend. Der Bericht nennt 4,36 Millionen Euro an nicht eingezogenen Verwaltungsgeldern sowie 1,9 Millionen Euro an Bankgarantien, die seit mehr als zwei Jahrzehnten in einem Sonderfonds ungenutzt liegen.
Für multinationale Arbeitgeber und Manager der globalen Mobilität bedeuten die Ergebnisse längere Bearbeitungszeiten für Arbeits- und Aufenthaltserlaubnisse, strengere Sorgfaltspflichten bei der Einstellung von Drittstaatsangehörigen und ein erhöhtes Reputationsrisiko, falls gefälschte Dokumente unentdeckt bleiben. Der Generalrechnungsprüfer fordert das stellvertretende Ministerium für Migration und internationalen Schutz auf, die Aktenverfolgung zu automatisieren, biometrische Kontrollen zu verschärfen und den vollständigen Übergang zum kommenden EU-Ein- und Ausreisesystem zu beschleunigen, um das Vertrauen vor der EU-Ratspräsidentschaft der Insel im Jahr 2026 wiederherzustellen.
Die Ermittler entdeckten eine alarmierende Schwäche im Identitätsmanagement: Ein türkisch-zyprischer Antragsteller konnte durch wiederholtes Einreichen von Fotos anderer Personen fünf verschiedene Pässe und Personalausweise erhalten. Mangelhafte Dokumentenprüfungen ermöglichten zudem ausländischen Arbeitskräften, gefälschte Sprachzertifikate und Beschäftigungsnachweise vorzulegen, was das Risiko erhöht, dass Aufenthaltserlaubnisse auf betrügerischer Basis ausgestellt wurden.
Die Rückstände wurden durch politische Fehlentscheidungen verschärft. Im November 2019 ordnete das Innenministerium mündlich einen Stopp für neue Daueraufenthaltserlaubnisse an, ohne eine rechtliche Bekanntmachung zu erlassen. Bis Juli 2023 warteten rund 3.000 Anträge in der Schwebe – eine Praxis, die der Generalstaatsanwalt inzwischen für rechtswidrig erklärt hat.
Auch die finanzielle Verwaltung ist besorgniserregend. Der Bericht nennt 4,36 Millionen Euro an nicht eingezogenen Verwaltungsgeldern sowie 1,9 Millionen Euro an Bankgarantien, die seit mehr als zwei Jahrzehnten in einem Sonderfonds ungenutzt liegen.
Für multinationale Arbeitgeber und Manager der globalen Mobilität bedeuten die Ergebnisse längere Bearbeitungszeiten für Arbeits- und Aufenthaltserlaubnisse, strengere Sorgfaltspflichten bei der Einstellung von Drittstaatsangehörigen und ein erhöhtes Reputationsrisiko, falls gefälschte Dokumente unentdeckt bleiben. Der Generalrechnungsprüfer fordert das stellvertretende Ministerium für Migration und internationalen Schutz auf, die Aktenverfolgung zu automatisieren, biometrische Kontrollen zu verschärfen und den vollständigen Übergang zum kommenden EU-Ein- und Ausreisesystem zu beschleunigen, um das Vertrauen vor der EU-Ratspräsidentschaft der Insel im Jahr 2026 wiederherzustellen.
Quelle: In-Cyprus