
Gerade als die Karnevalisten nach Hause zurückkehrten, sorgte am 20. Februar eine neue Welle von Flugausfällen für Chaos auf dem gesamten Kontinent und strandete Passagiere von São Paulo bis Providenciales. Das Reisemagazin The Traveler dokumentierte mindestens 19 Stornierungen und 44 Verspätungen bei InterCaribbean, LATAM Brasil, Azul und Copa Airlines, wobei São Paulo/Guarulhos erneut das Epizentrum bildete. Operative Engpässe am verkehrsreichsten Flughafen Brasiliens führten zu verpassten Anschlussflügen nach Bogotá, Panama-Stadt und Buenos Aires, während wetterbedingte Slot-Beschränkungen die ohnehin schon angespannten Crew-Planungen in der Hochsaison zusätzlich erschwerten. LATAM Brasil und Azul, die nur über geringe Flugzeugreserven verfügten, mussten mehrere Umläufe neu timen, wodurch Flughafenlounges zu provisorischen Schlafplätzen für Geschäftsreisende und Urlauber wurden. Die regionalen Auswirkungen waren auch am Copa-Hub in Panama-Stadt Tocumen spürbar – ein wichtiger Knotenpunkt für die Verbindung innerhalb Amerikas – sowie in Buenos Aires, wo Gewerkschaften gerade erst einen separaten Streik der Flugverkehrskontrolle beendet hatten. Mobilitätsmanager sollten mit anhaltenden Flugzeug- und Crew-Verschiebungen bis zum Wochenende rechnen, insbesondere auf Strecken zwischen Brasilien und dem südlichen Konus mit begrenzter Ausweichmöglichkeit. Empfehlung: Echtzeit-Umbuchungshinweise über Firmenreise-Apps bereitstellen, Reisende darauf hinweisen, dass EU261-ähnliche Entschädigungsregelungen in Lateinamerika nicht gelten, und bestätigen, dass ablaufende brasilianische VIVIS-Visa (gültig für 90 Tage) auch bei „Überziehung“ während der Wartezeit auf eine Neuunterbringung akzeptiert werden.
Quelle: The Traveler