
Reisende, die planen, Belgien im nächsten Monat zu verlassen, wurden heute auf höchste Alarmstufe gesetzt, nachdem der Flughafen Brüssel vor einem 24-stündigen Generalstreik am 12. März gewarnt hat, der nahezu alle Abflüge lahmlegen könnte. In einer am 22. Februar veröffentlichten Erklärung teilten die Flughafenverantwortlichen mit, dass der von den drei größten belgischen Gewerkschaftsbünden ausgerufene Streik voraussichtlich Sicherheitskräfte, Gepäckabfertiger und Bodenpersonal zum Ausstand bewegen wird, was einen normalen Betrieb „praktisch unmöglich“ macht. Historische Daten zeigen, dass Generalstreiks in Belgien regelmäßig den Luftverkehr lahmlegen: Bei einer ähnlichen Aktion im Jahr 2024 wurden über 70 % der Abflüge gestrichen, und einige Fluggesellschaften verlegten Flugzeuge zu benachbarten Drehkreuzen. Der Flughafen Brüssel wickelt an einem durchschnittlichen Wochentag etwa 65.000 Passagiere ab; ein kompletter Stillstand würde daher Geschäftsreisen, Frachtströme und enge Projektzeitpläne von Tausenden Unternehmen erheblich stören. Fluggesellschaften wie Brussels Airlines, Lufthansa Group und große US- sowie Golf-Carrier haben bereits Notfallpläne aktiviert. Flexible Umbuchungsregelungen – die gebührenfreie Terminänderungen erlauben – werden eingeführt, während einige Airlines vorsorglich den Verkauf für den Zeitraum 11. bis 13. März begrenzen, um Umbuchungskosten zu minimieren. Für Mobilitätsteams lautet die klare Empfehlung: Identifizieren Sie Reisende mit Tickets ab Brüssel am 12. März, sichern Sie frühere Abflüge, wo möglich, und informieren Sie Führungskräfte über die reale Gefahr kurzfristiger Stornierungen. Unternehmen, die zeitkritische Güter über Zaventem versenden, sollten alternative Routen über Amsterdam, Paris oder Luxemburg prüfen, müssen jedoch beachten, dass auch diese Drehkreuze mit Verzögerungen rechnen müssen. Die Gewerkschaften geben an, dass der Streik auf Rentenreformen, Lohnindexierung und die steigenden Lebenshaltungskosten abzielt. Da für den späten Frühling weitere Arbeitskämpfe angekündigt sind, sollten Unternehmen mit hohem belgischem Reiseaufkommen zusätzliche Pufferzeiten in Reisepläne einbauen und Force-Majeure-Klauseln in Kundenverträgen überprüfen.
Quelle: Euro Weekly News
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