
Die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand-Cortina endeten am 23. Februar mit einer spektakulären Abschlussfeier in der 2.000 Jahre alten Arena von Verona. Während die Athleten unter Konfetti und Opernarien zum Abschied winkten, bereiteten sich Flughafen- und Bahnbetreiber auf die größte Ausreisewelle seit der Pandemie vor. Innerhalb von 48 Stunden sollten über 12.000 akkreditierte Athleten, Offizielle und Medienvertreter Italien verlassen, begleitet von Zehntausenden ausländischer Zuschauer, deren Aufenthalte während der 17-tägigen Veranstaltung gestaffelt waren. Die Flughäfen in Mailand, Venedig und Verona richteten zusätzliche Passkontrollschalter ein und stellten temporär Check-in-Schalter für Charterflüge der nationalen Olympiakomitees bereit. Trenitalia setzte 20 zusätzliche Hochgeschwindigkeitszüge auf den Strecken Venedig–Mailand und Mailand–Bergamo ein, um die Passagierströme von überfüllten Bergbahnhöfen zu entlasten. Die Logistik wurde durch Wintersportausrüstung erschwert: Der Flughafen Malpensa meldete, dass Skier und übergroße Gepäckstücke am Morgen des 23. Februar fast 18 Prozent des gesamten ausgehenden Gepäcks ausmachten. Um Engpässe zu vermeiden, genehmigten die Behörden „Olympia-Spuren“ an der Landgrenze zur Schweiz sowie Schnellspuren an den Mautstellen rund um Cortina. Die italienische Grenzpolizei erklärte, dass sie für Passinhaber, die bereits über das EU-Einreise-/Ausreisesystem (EES) vorab geprüft wurden, auf sekundäre Kontrollen verzichtete, wodurch die durchschnittliche Abfertigungszeit pro Athlet auf unter zwei Minuten sank. Für italienische Geschäftsreisemanager boten die Spiele einen realen Belastungstest für die neuen EES-Kioske, die ab Herbst 2026 für alle Nicht-EU-Besucher verpflichtend werden. Reiseunternehmen berichteten, dass die biometrischen Tore Inhaber der neuen französischen und US-amerikanischen E-Pässe „ohne einen einzigen Ausfall“ abfertigten – ein ermutigendes Zeichen für Firmen, die kurzfristig Personal nach Italien entsenden. Mit Erlöschen der olympischen Flamme richten sich die Organisatoren nun auf die Paralympics (6.–15. März) aus. Das Innenministerium bestätigte, dass die vorübergehenden Schengen-weiten Polizeibefugnisse, einschließlich der Wiedereinführung von Binnengrenzkontrollen, bis zum 20. März in Kraft bleiben. Multinationale Unternehmen sollten daher mit möglichen Stichprobenkontrollen bei Geschäftsreisen rechnen, insbesondere an den Grenzen zu Österreich und Slowenien.
Quelle: The European