
Italiens fragile Transportfrieden während der Olympischen Winterspiele endete offiziell am 23. Februar, als die Gewerkschaften einen 24-stündigen nationalen Streik bei ITA Airways für Donnerstag, den 26. Februar, bestätigten. Streik-Tracker-Plattformen aktualisierten ihre Hinweise um 13:21 Uhr MEZ, nachdem die Gewerkschaften die Vermittlung der Regierung ablehnten und ungelöste Probleme bei den Arbeitszeitgrenzen und der Gehaltsangleichung an die ehemalige Fluggesellschaft Alitalia anführten. Obwohl sich der Streik technisch auf Kabinen- und Cockpitbesatzungen von ITA Airways konzentriert, könnten solidarische Ausstände bei EasyJet, Vueling und Bodenabfertigungsfirmen zu weitreichenden Störungen an wichtigen Drehkreuzen wie Rom Fiumicino, Mailand Malpensa und Venedig Marco Polo führen. Nach italienischem Streikrecht bleiben „geschützte“ Zeitfenster (07:00–10:00 und 18:00–21:00 Uhr) in Betrieb, doch ITA hat bereits vorsorglich 55 Prozent ihres veröffentlichten Flugplans gestrichen. Der Streik war ursprünglich für den 16. Februar geplant, wurde jedoch durch eine ministerielle Verfügung verschoben, um peinliche Flugausfälle während der Spiele in Mailand-Cortina zu vermeiden. Nach Ablauf der Verfügung können die Gewerkschaften nun wie geplant handeln, während ein Bahnstreik am 27. und 28. Februar die Reisenden zusätzlich belastet. Arbeitgeber mit Dienstreisen an den betroffenen Tagen sollten dringend auf nicht bestreikte Fluggesellschaften ausweichen oder rechtzeitig Bahnalternativen buchen. Nach EU-Verordnung 261 haben Passagiere bei Flugausfällen durch Streiks der Fluggesellschaft Anspruch auf Umbuchung oder Erstattung, jedoch nicht zwingend auf Entschädigung; Unternehmen sollten Reisende über ihre Rechte informieren und zusätzliche Kosten für Versicherungsansprüche dokumentieren. Der Konflikt verdeutlicht die instabile Lage der Arbeitsbeziehungen in der italienischen Luftfahrt vor der geplanten Privatisierung der Airline noch in diesem Jahr. Für weitere Streiks ist eine 48-stündige Ankündigungsfrist vorgeschrieben, doch die Gewerkschaften drohen mit einer Eskalation im März, falls die Verhandlungen scheitern.
Quelle: StrikeTracker