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Italien führt landesweite E-Visum-Plattform und 150 biometrische E-Gates ein

Feb. 23, 2026
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Italien führt landesweite E-Visum-Plattform und 150 biometrische E-Gates ein
Rom hat am letzten Wochenende der Olympischen Winterspiele Milano-Cortina 2026 eine der größten Veränderungen bei der italienischen Einwanderungsabwicklung seit Jahrzehnten eingeführt. Ab dem 22. Februar 2026 sind alle italienischen Konsulate und Visa-Auslagerungszentren berechtigt, Schengen-Visa ausschließlich in digitaler Form auszustellen. Statt des bekannten Folienaufklebers erhalten erfolgreiche Antragsteller nun ein kryptografisch signiertes PDF mit einem dynamischen QR-Code, den Fluggesellschaften und Grenzbeamte in Sekundenschnelle scannen können.

Das digitale Visum ist darauf ausgelegt, mit 150 neuen automatisierten e-Gates zusammenzuarbeiten, die die Zivilluftfahrtbehörde (ENAC) vor dem Sommeransturm an den Flughäfen Rom-Fiumicino, Mailand-Malpensa, Venedig, Neapel, Bologna und Catania installiert. Reisende, die in den letzten 59 Monaten bereits Fingerabdrücke für ein Schengen-Visum abgegeben haben, können direkt zu einem e-Gate gehen, den QR-Code auf ihrem Smartphone oder dem ausgedruckten Visum scannen, in die Kamera schauen und die Grenze in etwa 15 Sekunden passieren.

Italien führt landesweite E-Visum-Plattform und 150 biometrische E-Gates ein


Für globale Mobilitätsmanager ist die Umstellung mehr als nur kosmetisch. Personalabteilungen müssen ihre Checklisten aktualisieren, damit das PDF im mobilen Wallet der Reisenden gespeichert wird und die Profile der Fluggesellschaften so angepasst sind, dass die Abflugkontrollsysteme die neue Visumsklasse erkennen. Da der QR-Code dynamisch mit der zentralen Visadatenbank abgeglichen wird, werden Fotokopien beim Check-in nicht mehr akzeptiert. Unternehmen, deren Reiserichtlinien noch einen Ausdruck verlangen, sollten ihre Vorgaben schnell überarbeiten, um Probleme am Flughafen zu vermeiden.

Die digitale Umstellung fügt sich auch in die umfassendere Grenzsicherheitsstrategie der Europäischen Union ein: Das Ein- und Ausreisesystem (EES) sowie die ETIAS-Reisegenehmigung werden Ende 2026 eingeführt. Durch die elektronische Erfassung der Visadaten will Italien die doppelte Erfassung minimieren, wenn EES-Kioske später Fingerabdrücke und Gesichtsbilder von visumfreien Reisenden erfassen. Das Innenministerium bestätigte eine Pilotphase ab Juli und eine landesweite Einführung bis Dezember 2026.

Praktischer Tipp: Reisende sollten das Visum-PDF und den für den Antrag genutzten Reisepass auf demselben Gerät speichern und sicherstellen, dass beide ausreichend geladen sind; Grenzbeamte akzeptieren keine Screenshots oder abgelaufene Pässe. Fluggesellschaften aktualisieren ihre mobilen Apps, damit das Visum zusammen mit Reisepässen und Covid-Zertifikaten hochgeladen werden kann – für einen reibungsloseren „Ready-to-fly“-Status beim Online-Check-in.
Quelle: Schengen Travel News

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