
Nach einem Krisentreffen in Brüssel am 28. Februar gab der belgische Außenminister Maxime Prévot die schärfste Reisewarnung der Regierung seit Jahren heraus. Angesichts der raschen Eskalation der US-israelischen Angriffe auf iranische Ziele und der Raketenreaktion Teherans riet Prévot allen belgischen Staatsbürgern – einschließlich Doppelstaatlern – dringend, den Iran „so schnell wie möglich“ zu verlassen und nicht notwendige Reisen nach Israel und Libanon zu vermeiden. Die belgischen Botschaften in Teheran, Tel Aviv, Beirut und Abu Dhabi haben standortbezogene Warnungen an auf der Plattform Travellers Online registrierte Staatsangehörige verschickt, während das Konsularpersonal Evakuierungsrouten plant, falls kommerzielle Verbindungen ausfallen sollten. Rund 240 Belgier befinden sich derzeit im Iran, 14.000 leben in Israel, und eine kleine Zahl belgischer Urlauber ist in den VAE und im Jemen. Der Minister schloss eine von der Regierung organisierte Evakuierungsmaschine aus und betonte, dass reguläre kommerzielle Verbindungen über Drittstaaten weiterhin verfügbar seien. Mobilitätsmanager, die belgische Expatriates in Energie-, Bagger- und humanitären Projekten am Golf betreuen, überprüfen Sicherheitsprotokolle, setzen einige Mitarbeiter auf „Stand-by“ und prüfen Versicherungen für gefährliche Einsatzgebiete. Die Warnung hat auch arbeitsrechtliche Folgen: Nach belgischem Arbeitsrecht müssen Arbeitgeber einen sicheren Arbeitsplatz gewährleisten, was für entsandte Arbeitnehmer auch Transit und Aufenthalt im Ausland einschließt. Umzugsfirmen aktivieren Notunterkünfte in Europa für Familien, die sich für eine freiwillige Rückkehr entscheiden. Universitäten mit Austauschstudenten in der Region haben den Unterricht auf Online-Formate umgestellt, bis sich die Lage beruhigt. Prévots Erklärung steht im Einklang mit ähnlichen Warnungen aus Frankreich, Deutschland und den Niederlanden und unterstreicht den koordinierten EU-Ansatz zum Schutz der Bürger in Krisenregionen.
Quelle: The Brussels Times
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