
Ein zusammengefasster Bericht von News Minimalist hebt ein Rundschreiben des Innenministeriums hervor, das die Gültigkeit des italienischen Papierpersonalausweises endgültig zum 3. August 2026 beendet. Die am 1. März 2026 veröffentlichte Mitteilung bestätigt, dass die elektronische Identitätskarte (Carta d’Identità Elettronica, CIE) künftig das einzige im Inland ausgestellte Dokument sein wird, das für Reisen innerhalb des Schengen-Raums und für die meisten öffentlichen Online-Dienste akzeptiert wird. Dieser Schritt bringt Italien in Einklang mit der EU-Verordnung 1157/2019, die von den Mitgliedstaaten die Ausstellung sicherer, biometrischer Identitätsnachweise verlangt. Während bereits 80 Prozent der größeren Gemeinden auf die CIE umgestellt haben, besitzen viele kleinere Kommunen und zahlreiche im Ausland lebende Italiener noch den Papierausweis. Das Innenministerium warnt vor Engpässen im Sommer: Schätzungsweise sechs Millionen Bürger – viele davon reisen nur im August – müssen vor Ablauf der Frist umsteigen. Um den Andrang zu entzerren, haben Rom, Mailand und Neapel Wochenend-„Open Days“ sowie mobile Anmeldeeinheiten in Einkaufszentren und Universitätsgeländen genehmigt. Aus Mobilitätssicht wird der NFC-Chip der CIE es Italienern künftig ermöglichen, an automatischen Grenzkontrollstellen in der EU, darunter auch am neuen Grenzkontrollbereich T5 am Flughafen Fiumicino, der noch in diesem Jahr eröffnet wird, kontaktlos ein- und auszuchecken. Die Karte dient zudem als hochsicherer digitaler Nachweis für die Unterzeichnung von Mietverträgen, die Einschreibung von Kindern in örtlichen Schulen und den Zugang zum nationalen Gesundheitsportal. Wichtig ist auch, dass die Regierung die Koexistenz des digitalen Identitätssystems SPID bis 2030 verlängert hat, um Unternehmen Zeit für die Aktualisierung ihrer Authentifizierungsprozesse zu geben. Für im Ausland tätige Führungskräfte betrifft die Änderung die Angehörigen von entsandten Mitarbeitern, die künftig statt einer separaten Aufenthaltskarte die CIE erhalten können, sobald sie eine langfristige Aufenthaltsgenehmigung haben. Italienische Entsandte ins Ausland sollten ihre Reisepässe frühzeitig erneuern: Einige Nicht-EU-Länder, insbesondere die USA, verlangen für die visumfreie Einreise weiterhin einen Reisepass statt eines Personalausweises, und die Terminvergabe wird mit Annäherung an die CIE-Frist voraussichtlich knapper. Fazit: Dokumentenerneuerungen rechtzeitig vor dem Sommeransturm planen, Reise-Richtlinien-FAQs aktualisieren und HR-Onboarding-Systeme prüfen, um die 28-stellige CIE-Nummer anstelle der bisherigen neunstelligen Papier-ID zu akzeptieren.
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