
Die Interessenvertretung Tavolo Asilo e Immigrazione berichtete am 24. Februar, dass Italien die Verlegungen irregulärer Migranten aus inländischen Aufnahmezentren in die eigens errichtete Einrichtung in Gjader, Albanien, verstärkt hat. Bei Inspektionsbesuchen am 23. und 24. Februar zählten die Delegierten rund 90 Inhaftierte – die höchste Zahl seit Inkrafttreten des bilateralen Protokolls Ende 2024. Zwei kürzlich durchgeführte Charterflüge transportierten jeweils etwa 35 Personen, was den bisherigen Durchschnitt von zehn pro Transfer deutlich übertrifft. NGOs kritisieren die Eskalation als Versuch, die extraterritoriale Inhaftierung zu „normalisieren“, obwohl die Rechtmäßigkeit des Protokolls derzeit vor dem Europäischen Gerichtshof angefochten wird. Regierungsquellen entgegnen, dass die Vereinbarung den Druck auf das überfüllte CPR-Netzwerk Italiens mindert und humanitäre Standards wahrt.
Der Anstieg hat mehrere Auswirkungen auf die globale Mobilität. Erstens müssen maritime Rettungsorganisationen und Schiffsversicherer längere Ausschiffungsketten und mögliche Zuständigkeitsstreitigkeiten einkalkulieren. Zweitens benötigen Unternehmensverantwortliche für die Verlegung von begleiteten Asylsuchenden – etwa ukrainischen IT-Fachkräften – Klarheit darüber, ob bestimmte humanitäre Visapfade nun eine Bearbeitung aus der Ferne vorsehen könnten. Rechtsexperten sehen im Modell von Gjader eine Vorschau auf umfassendere EU-Auslagerungsprojekte, wie das Rwanda-Projekt Dänemarks und das Rückführungsabkommen zwischen Großbritannien und Albanien. Sollte das Protokoll vor Gericht Bestand haben, könnten Unternehmen mit migrantischer Arbeitskraft mit schnelleren Abschiebungen von Statusverlustlern rechnen, was den Bedarf an strengen, kontinuierlichen Arbeitsberechtigungsprüfungen weiter erhöht.
Der Anstieg hat mehrere Auswirkungen auf die globale Mobilität. Erstens müssen maritime Rettungsorganisationen und Schiffsversicherer längere Ausschiffungsketten und mögliche Zuständigkeitsstreitigkeiten einkalkulieren. Zweitens benötigen Unternehmensverantwortliche für die Verlegung von begleiteten Asylsuchenden – etwa ukrainischen IT-Fachkräften – Klarheit darüber, ob bestimmte humanitäre Visapfade nun eine Bearbeitung aus der Ferne vorsehen könnten. Rechtsexperten sehen im Modell von Gjader eine Vorschau auf umfassendere EU-Auslagerungsprojekte, wie das Rwanda-Projekt Dänemarks und das Rückführungsabkommen zwischen Großbritannien und Albanien. Sollte das Protokoll vor Gericht Bestand haben, könnten Unternehmen mit migrantischer Arbeitskraft mit schnelleren Abschiebungen von Statusverlustlern rechnen, was den Bedarf an strengen, kontinuierlichen Arbeitsberechtigungsprüfungen weiter erhöht.
Quelle: ANSA