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Landesweiter Streik im Luftverkehr legt 300 Flüge in ganz Italien lahm

Feb. 27, 2026
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Landesweiter Streik im Luftverkehr legt 300 Flüge in ganz Italien lahm
Italiens Luftfahrtnetz erlebte am 26. Februar 2026 einen der heftigsten 24-Stunden-Streiks der letzten Jahre. Ab Mitternacht legten Kabinenpersonal, Bodenabfertiger und Wartungsteams bei ITA Airways, easyJet, Vueling sowie zahlreichen Dienstleistern die Arbeit nieder, nachdem Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag gescheitert waren. Die Gewerkschaftskonföderationen FILT-CGIL, FIT-CISL, UILTrasporti und UGL Trasporto Aereo berichteten, dass 87 % der Beschäftigten dem Aufruf folgten. Dies führte zur Streichung von rund 300 Inlands- und Auslandsflügen und löste eine Kettenreaktion von Verspätungen aus, die bis weit in den nächsten Morgen andauerten.

Der Streik war ursprünglich für den 16. Februar geplant, wurde jedoch vom Verkehrsminister Matteo Salvini untersagt, um während der Schlussphase der Olympischen Winterspiele in Mailand-Cortina den Luftraum frei zu halten. Die Verlegung auf den 26. Februar bedeutete, dass der Streik außerhalb der gesetzlich festgelegten „Olympischen Friedenszeit“ stattfand, was den Gewerkschaften in den Lohnverhandlungen neue Verhandlungsstärke verlieh und gleichzeitig den Ruf der Spiele schützte.

Landesweiter Streik im Luftverkehr legt 300 Flüge in ganz Italien lahm


Nach italienischem Streikrecht waren die Fluggesellschaften verpflichtet, in den Zeitfenstern von 07:00 bis 10:00 Uhr und 18:00 bis 21:00 Uhr „geschützte“ Flüge anzubieten. Dennoch trafen die Ausfälle wichtige Geschäftsverbindungen auf der Strecke Rom–Mailand sowie beliebte trans-europäische Routen nach Paris, Frankfurt und London. Die Lage verschärfte sich, als die Eisenbahnergewerkschaften einen 24-Stunden-Streik ab 21:00 Uhr am 27. Februar ankündigten. Geschäftsreisende mussten daher kurzfristig auf Buscharter und Mietwagen ausweichen, um ihre Termine wahrzunehmen.

Die meisten Airlines boten kostenfreie Umbuchungen innerhalb von 15 Tagen an. Experten der Beratung TL Research schätzen die direkten Kosten für die Fluggesellschaften auf 8 bis 10 Millionen Euro, verursacht durch Flugzeugumlagerungen, Fürsorgepflichten und EU261-Entschädigungen. Der Streik machte zudem Italiens akuten Mangel an lizenziertem Bodenpersonal deutlich, der im Vergleich zur Vor-Pandemie-Zeit um 12 % gesunken ist und die Branche besonders anfällig für Arbeitskämpfe macht.

Für Mobilitätsmanager lautet die wichtigste Erkenntnis, für den März mehr Puffer in italienische Reisepläne einzubauen, da die Gewerkschaften weitere vierstündige „Warnstreiks“ angekündigt haben. Reisende mit zeitkritischen Terminen sollten bevorzugt frühmorgendliche Flüge innerhalb der geschützten Zeitfenster wählen, flexible Hotelbuchungen prüfen und den Zugang zu Flughafenlounges vorab reservieren, um an Streiktagen Menschenansammlungen zu vermeiden.
Quelle: ANSA English Service

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