
Flughäfen in der Toskana wurden in der vergangenen Woche von hektischen Anrufen überschwemmt, nachdem das Vereinigte Königreich am 25. Februar 2026 sein elektronisches Reisegenehmigungssystem (ETA) für visumfreie Besucher eingeführt hat. Das italienische Regionalmedium Corriere Toscano warnte am 26. Februar, verstärkt durch Zazoom Social News, dass Passagiere, die von den Flughäfen Pisa Galileo Galilei oder Florenz Peretola abfliegen, ohne einen genehmigten ETA-QR-Code möglicherweise nicht an Bord gehen dürfen. Im Gegensatz zu einem Visum ist die 19 Pfund teure Genehmigung mit dem Reisepass des Reisenden und den Check-in-Systemen der Fluggesellschaften verknüpft. Die Airlines haben jedoch klargestellt, dass sie Passagiere ohne Eintrag in der Datenbank des Innenministeriums nicht mitnehmen werden. Die Regelung gilt für italienische und andere EU-Bürger, die für touristische, Studien- oder Geschäftsreisen von bis zu sechs Monaten ins Vereinigte Königreich einreisen. Reisebüros berichten von einem starken Anstieg kurzfristiger Stornierungen, da Familien erkennen, dass die ETA bis zu 48 Stunden für die Ausstellung benötigt – bei zusätzlicher Sicherheitsüberprüfung sogar länger. Firmen-Mobilitätsteams raten den Entsandten, den Antrag mindestens eine Woche im Voraus zu stellen und für alle zukünftigen UK-Reisen denselben Reisepass zu verwenden, da ein neuer Reisepass eine neue ETA erfordert. Das neue System orientiert sich an den Modellen Kanadas (eTA) und der USA (ESTA) und kündigt die Einführung der EU-eigenen ETIAS-Regelung an, die später 2026 in Kraft treten soll. Für italienische Unternehmen bedeutet dies vor allem bei kurzfristigen Besuchen von Ingenieuren und Vertriebsmitarbeitern einen erheblichen organisatorischen Mehraufwand; einige Firmen führen Genehmigungsprozesse für UK-Reisen ein, die eine Ticketbuchung erst nach Vorliegen einer ETA-Bestätigungsnummer erlauben. Rechtliche Berater warnen zudem Doppelstaatsbürger des UK und der EU mit Wohnsitz in Italien, dass sie nun mit einem britischen Pass reisen oder ein kostenintensives Certificate of Entitlement beantragen müssen – was neue bürokratische Herausforderungen für global mobile Familien mit sich bringt.