
Brasilianer, die planen, nach Portugal zu ziehen, dort zu arbeiten oder zu studieren, müssen künftig persönlich in einem VFS Global-Zentrum oder einem portugiesischen Konsulat erscheinen. In einer am 4. März 2026 bestätigten Verordnung kündigte Lissabon an, dass ab dem 17. April keine Schengen-Kurzaufenthalts- und nationalen Langzeitvisa-Anträge aus Brasilien mehr per Post akzeptiert werden. Antragsteller müssen online einen Termin buchen, ihre Unterlagen scannen und anschließend eines von neun autorisierten Zentren in Städten wie São Paulo, Rio de Janeiro und Brasília aufsuchen, um die Originaldokumente vorzulegen, biometrische Daten abzugeben und ein Interview zu führen.
Mit dieser Regelung folgt Portugal den Schengen-Staaten Spanien und Italien, die bereits seit langem persönliche Vorsprachen verlangen. Behörden argumentieren, dass die persönliche Antragstellung Betrug reduziert, unvollständige Dossiers vermeidet und die Hintergrundprüfungen beschleunigt. Immigrationsexperten warnen jedoch, dass dies Kosten und Aufwand erhöht – besonders für Antragsteller, die weit von den großen Zentren entfernt wohnen. Eine Familie aus São Luís, die eine Aufenthaltsgenehmigung beantragt, sieht sich laut der Anwältin Filipa Palma mit Rückflugkosten, Unterkunft und bis zu 33 % höheren Gesamtausgaben konfrontiert.
Die Umstellung ist besonders relevant für Manager der Unternehmensmobilität: Portugal bleibt das beliebteste EU-Ziel für brasilianische Expats, dank gemeinsamer Sprache, Steueranreizen für Fachkräfte und dem neuen Digital-Nomaden-Visum. Personalabteilungen müssen nun zusätzliche Reisetage und Budgetposten in die Zeitpläne einplanen und die Entsandten darauf hinweisen, dass Originaldokumente (Führungszeugnisse, Abschlusszeugnisse, Kontoauszüge) vor Ort geprüft werden – fehlende Unterlagen bedeuten eine vergebliche Reise.
Praktische Tipps sind, Termine sofort nach Freischaltung des Online-Kalenders zu buchen, Originale per Expresskurier zwischen Familienmitgliedern zu versenden und biometrische Daten von Angehörigen am selben Tag zu koordinieren. Arbeitgeber sollten zudem die Kapazitäten der VFS-Zentren im Blick behalten: Die Niederlassung in São Paulo bearbeitet täglich bis zu 250 Visaanträge, während kleinere Büros wie in Belém weniger als 40 schaffen, was in der Hochsaison Juni/Juli zu längeren Wartezeiten führen kann.
Letztlich unterstreicht die Umstellung einen allgemeinen Schengen-Trend zu strengeren Identitätsprüfungen – ein Risiko, das Unternehmensmobilitätsteams nicht ignorieren sollten.
Mit dieser Regelung folgt Portugal den Schengen-Staaten Spanien und Italien, die bereits seit langem persönliche Vorsprachen verlangen. Behörden argumentieren, dass die persönliche Antragstellung Betrug reduziert, unvollständige Dossiers vermeidet und die Hintergrundprüfungen beschleunigt. Immigrationsexperten warnen jedoch, dass dies Kosten und Aufwand erhöht – besonders für Antragsteller, die weit von den großen Zentren entfernt wohnen. Eine Familie aus São Luís, die eine Aufenthaltsgenehmigung beantragt, sieht sich laut der Anwältin Filipa Palma mit Rückflugkosten, Unterkunft und bis zu 33 % höheren Gesamtausgaben konfrontiert.
Die Umstellung ist besonders relevant für Manager der Unternehmensmobilität: Portugal bleibt das beliebteste EU-Ziel für brasilianische Expats, dank gemeinsamer Sprache, Steueranreizen für Fachkräfte und dem neuen Digital-Nomaden-Visum. Personalabteilungen müssen nun zusätzliche Reisetage und Budgetposten in die Zeitpläne einplanen und die Entsandten darauf hinweisen, dass Originaldokumente (Führungszeugnisse, Abschlusszeugnisse, Kontoauszüge) vor Ort geprüft werden – fehlende Unterlagen bedeuten eine vergebliche Reise.
Praktische Tipps sind, Termine sofort nach Freischaltung des Online-Kalenders zu buchen, Originale per Expresskurier zwischen Familienmitgliedern zu versenden und biometrische Daten von Angehörigen am selben Tag zu koordinieren. Arbeitgeber sollten zudem die Kapazitäten der VFS-Zentren im Blick behalten: Die Niederlassung in São Paulo bearbeitet täglich bis zu 250 Visaanträge, während kleinere Büros wie in Belém weniger als 40 schaffen, was in der Hochsaison Juni/Juli zu längeren Wartezeiten führen kann.
Letztlich unterstreicht die Umstellung einen allgemeinen Schengen-Trend zu strengeren Identitätsprüfungen – ein Risiko, das Unternehmensmobilitätsteams nicht ignorieren sollten.
Quelle: Correio Braziliense
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