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Brasilien gewährt acht Ländern visafreien Eintritt – behält jedoch das E-Visum für Amerikaner bei

März 5, 2026
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Brasilien gewährt acht Ländern visafreien Eintritt – behält jedoch das E-Visum für Amerikaner bei
Das brasilianische Außenministerium hat am 4. März 2026 stillschweigend sein Programm „Open Doors 2026“ erweitert und Staatsbürger aus China, Dänemark, Frankreich, Ungarn, Irland, Jamaika, St. Lucia und den Bahamas von der Visumspflicht für Besucher befreit. Reisende aus diesen Ländern können nun mit einem gültigen Reisepass für 30 Tage einreisen, mit der Möglichkeit, den Aufenthalt innerhalb von 12 Monaten auf bis zu 90 Tage zu verlängern. Mit dieser Maßnahme soll der Incoming-Tourismus um 25 % gesteigert werden, insbesondere im Vorfeld großer Events wie dem Formel-1-Grand-Prix 2026 in São Paulo und Brasiliens Bewerbung für die Expo 2027.

Dies folgt auf die Wiedereinführung von E-Visa für US-Amerikaner, Kanadier und Australier im vergangenen Jahr – eine Maßnahme der Gegenseitigkeit, die in der Branche auf Kritik stieß. Offizielle Stellen betonen, dass der neue Pilotversuch auf Märkte mit hohem Wachstumspotenzial abzielt und im Fall Chinas die Gegenseitigkeit mit Pekings Visafreiheit für Brasilianer widerspiegelt.

Brasilien gewährt acht Ländern visafreien Eintritt – behält jedoch das E-Visum für Amerikaner bei


Für Mobility-Experten bedeutet das zweierlei: Unternehmen können Mitarbeiter aus den acht Ländern kurzfristig für Vertriebsreisen, Konferenzen oder technischen Support nach Brasilien entsenden, ohne den 120 US-Dollar teuren E-Visa-Prozess durchlaufen zu müssen. US-Bürger und andere wichtige Kunden bleiben jedoch weiterhin an die elektronische Einreisegenehmigung gebunden. HR-Teams müssen daher die länderspezifischen Regelungen, Aufenthaltsdauer und die einmalige Verlängerungsmöglichkeit für visumfreie Besucher genau im Blick behalten.

Die Fluggesellschaften reagieren bereits: LATAM und Iberia kündigten zusätzliche Verbindungen nach Europa an, während TAP nun verstärkt Lissabon-Brasilien-Routen für irische und französische Kunden bewirbt, die von der Visafreiheit profitieren. Reiseverantwortliche sollten Buchungssysteme und Informationsmaterialien aktualisieren, damit berechtigte Mitarbeiter wissen, dass sie trotz visumfreier Einreise weiterhin Nachweise über Weiterreise und finanzielle Mittel mitführen müssen.

Sollte der Pilotversuch den erwarteten Tourismusschub bringen, deuten Quellen im Außenministerium an, dass die Liste der visumfreien Länder erweitert werden könnte – wobei die Gegenseitigkeit das entscheidende Kriterium bleibt. Das bedeutet, dass die USA ihre Visafreiheit von 2019 ohne entsprechende Zugeständnisse für Brasilianer voraussichtlich nicht zurückerhalten werden.
Quelle: The Street

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