
Die polnische Botschaft in Pakistan gab am 5. März stillschweigend bekannt, dass ihre konsularische Abteilung in Islamabad am 6. März 2026 aus „betrieblichen Gründen“ geschlossen bleibt. Alle Antragsteller erhielten E-Mails mit alternativen Terminen. Obwohl eine 24-stündige Schließung routinemäßig erscheinen mag, führte sie zu einem Engpass, da die Botschaft Arbeitserlaubnisse für Saisonarbeiter im polnischen Agrar- und Lebensmittelsektor bearbeitet – viele von ihnen haben enge Abflugzeiten vor der Frühjahrspflanzsaison. Personalvermittler berichteten Global Mobility News, dass bereits eine eintägige Unterbrechung zu wochenlangen Verzögerungen führen kann, da Termine für biometrische Erfassungen und Kurierdienste oft überbucht sind. Nach dem neuen polnischen Arbeitsmigrationsgesetz müssen Arbeitgeber Arbeitsverträge vorlegen, bevor ein Visum ausgestellt wird; wird das Startdatum verpasst, verlieren die Unterlagen ihre Gültigkeit und Unternehmen müssen den Antrag neu einreichen. Das polnische Außenministerium investiert zwar in die Modernisierung der E-Konsulate, doch Islamabad zählt zu den verkehrsreichsten Standorten für Arbeitsvisa außerhalb Europas und bearbeitet Anträge nicht nur aus Pakistan, sondern auch von afghanischen Transitbewerbern. Die Schließung verdeutlicht somit die Anfälligkeit der konsularischen Kapazitäten an stark nachgefragten Standorten. Arbeitgeber sollten daher mindestens zwei Wochen Puffer in den Mobilisierungszeitplan für südasiatische Arbeitskräfte einplanen und die Social-Media-Kanäle der Botschaft im Auge behalten – oft werden solche Hinweise dort zuerst veröffentlicht. Der Vorfall unterstreicht zudem den Nutzen von Vollmachtslösungen, die es lokalen Agenten ermöglichen, Termine bei unerwarteten konsularischen Störungen schnell neu zu koordinieren.
Quelle: Gov.pl – Poland in Pakistan