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CBSA setzt Abschiebungen nach Israel und Libanon wegen eskalierendem Nahost-Konflikt aus

März 8, 2026
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CBSA setzt Abschiebungen nach Israel und Libanon wegen eskalierendem Nahost-Konflikt aus
Die Canada Border Services Agency (CBSA) hat am 7. März 2026 eine administrative Aussetzung von Abschiebungen (Administrative Deferral of Removals, ADR) verhängt, die Abschiebungen nach Israel und Libanon sofort aussetzt. Diese selten angewandte Maßnahme kommt nur zum Einsatz, wenn die Lage in einem Land eine allgemeine Gefahr für die Zivilbevölkerung darstellt. Sie basiert auf Paragraph 230(1)(c) der Immigration and Refugee Protection Regulations und gilt derzeit weltweit nur für 16 Regionen.

Im Rahmen der ADR sind Personen, deren Abschiebebescheide ausschließlich auf Unzulässigkeit wegen Kriminalität, Sicherheits- oder Menschenrechtsverletzungen beruhen, ausgeschlossen. Alle anderen Fälle werden eingefroren, bis Ottawa die Region wieder als sicher einstuft. Die CBSA betonte, dass die Aussetzung die Abschiebebescheide nicht aufhebt; die Verfahren werden fortgesetzt, sobald die Feindseligkeiten nachlassen und die „allgemeine Gefahrenlage“ nicht mehr zutrifft.

CBSA setzt Abschiebungen nach Israel und Libanon wegen eskalierendem Nahost-Konflikt aus


Praktisch bedeutet die Aussetzung eine vorübergehende Entlastung für Hunderte israelische und libanesische Staatsangehörige, denen eine bevorstehende Abschiebung droht. Unternehmen mit internationalen Mitarbeitenden sollten potenzielle ADR-Begünstigte identifizieren und gegebenenfalls Verlängerungen des Aufenthaltsstatus beantragen. Arbeitgeber mit ausländischen Beschäftigten, deren Arbeitserlaubnisse bald auslaufen, sollten alternative Strategien zur Einhaltung der Vorschriften vorbereiten – etwa Verlängerungen der Arbeitserlaubnis oder humanitäre Ausnahmeregelungen –, um die Arbeitsberechtigung während der möglicherweise langwierigen Aussetzung zu sichern.

Aus politischer Sicht verdeutlicht dieser Schritt die Spannung zwischen Kanadas Ziel, jährlich 20.000 Abschiebungen durchzuführen, und den humanitären Verpflichtungen des Landes. Der Haushalt 2025 stellte 30,4 Millionen kanadische Dollar für die Erreichung der Abschiebeziele bereit, doch die ADR zeigt Ottawas Bereitschaft, die Durchsetzung bei geopolitischen Herausforderungen flexibel zu gestalten. Unternehmen mit globalen Mobilitätsprogrammen sollten mit einer fortlaufenden Einzelfallprüfung rechnen und die CBSA-Updates genau verfolgen; nach Aufhebung der ADR werden die Fälle mit kurzer Vorankündigung wieder in die Abschiebewarteschlange aufgenommen.
Quelle: Canada Border Services Agency (News release)

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