
Das portugiesische Außenministerium hat bestätigt, dass ab dem 17. April 2026 jeder brasilianische Staatsbürger, der ein portugiesisches Visum benötigt – sei es ein Kurzaufenthalts-Schengenvisum oder eine langfristige nationale Einreisegenehmigung – den Antrag persönlich in einem der neun VFS Global Visa-Antragszentren in Brasilien oder bei einer portugiesischen Botschaft bzw. einem Konsulat stellen muss. Die am 10. März 2026 angekündigte Entscheidung hebt die während der Pandemie beliebte Möglichkeit auf, Unterlagen per Kurier einzureichen.
Hintergrund und Begründung – Der Postweg wurde Mitte 2020 eingeführt, um die Konsulate während der Covid-19-Lockdowns funktionsfähig zu halten, und wurde schnell zur bevorzugten Option für Antragsteller, die weit von São Paulo, Rio de Janeiro oder Brasília entfernt leben. Laut portugiesischen Behörden kamen jedoch mehr als 30 Prozent der per Post eingereichten Anträge unvollständig an, was langwierige Nachforderungen von Dokumenten nach sich zog und Betrugspräventionsmaßnahmen erschwerte. Die verpflichtende persönliche Vorsprache ermöglicht es dem Personal, Originaldokumente direkt zu prüfen, Fingerabdrücke und Gesichtsbilder aufzunehmen und unglaubwürdige Anträge bereits vor der Entscheidungsphase abzulehnen.
Auswirkungen auf Unternehmen und Reisende – Im Jahr 2025 beantragten rund 105.000 Brasilianer ein portugiesisches Visum, davon 40 Prozent per Post. Multinationale Unternehmen, die Mitarbeiter zwischen Brasilien und Portugal austauschen – insbesondere in den Bereichen Energie, IT und Bauwesen – sehen sich nun mit höheren Compliance-Kosten konfrontiert. Mobility-Manager müssen Flüge innerhalb Brasiliens oder Übernachtbusse zwischen Städten einplanen, damit Mitarbeiter aus Manaus, Fortaleza oder Porto Alegre zu den biometrischen Terminen erscheinen können. Experten empfehlen, Antragsteller projektbezogen zu bündeln, Unterlagen vorab zu prüfen und, wenn das Budget es zulässt, VFS-Premium-Lounges in São Paulo oder Rio de Janeiro zu nutzen, um Wartezeiten zu verkürzen.
Breiterer Schengen-Kontext – Spanien und Italien verlangen seit langem die persönliche Vorsprache brasilianischer Antragsteller, und Frankreich plant, diesem Beispiel zu folgen, sobald das EU-Ein- und Ausreisesystem (EES) später in diesem Jahr in Betrieb geht. Migrationsrechtler gehen davon aus, dass Portugals strengere Regelung von anderen Schengen-Staaten, die viele brasilianische Visa bearbeiten, genau beobachtet wird; sollten Betrugsfälle und Rückstände zurückgehen, könnten weitere Konsulate die postalische Einreichung abschaffen. Organisationen, die regelmäßig brasilianische Mitarbeiter nach Europa entsenden, sollten sich daher auf eine europaweite Umstellung auf persönliche biometrische Erfassung einstellen.
Praktische Hinweise – Brasilianische Reisende mit doppelter EU-Staatsbürgerschaft sind nicht betroffen, ebenso wenig Touristen, die den 90-tägigen visafreien Aufenthalt der EU nutzen. Alle anderen sollten VFS-Termine frühzeitig buchen – die Slots für April und Mai waren innerhalb von 24 Stunden nach Bekanntgabe bereits zu 60 Prozent vergeben – und vollständige Antragsunterlagen (einschließlich Reiseversicherung und Finanznachweis) vorbereiten. Unternehmen werden aufgefordert, interne Reiserichtlinien zu aktualisieren, Entsandte daran zu erinnern, dass Reisepässe mindestens drei Monate über den geplanten Aufenthalt hinaus gültig sein müssen, und die offiziellen portugiesischen Kanäle auf mögliche Übergangsfristen zu überwachen, falls die Warteschlangen unüberschaubar werden.
Hintergrund und Begründung – Der Postweg wurde Mitte 2020 eingeführt, um die Konsulate während der Covid-19-Lockdowns funktionsfähig zu halten, und wurde schnell zur bevorzugten Option für Antragsteller, die weit von São Paulo, Rio de Janeiro oder Brasília entfernt leben. Laut portugiesischen Behörden kamen jedoch mehr als 30 Prozent der per Post eingereichten Anträge unvollständig an, was langwierige Nachforderungen von Dokumenten nach sich zog und Betrugspräventionsmaßnahmen erschwerte. Die verpflichtende persönliche Vorsprache ermöglicht es dem Personal, Originaldokumente direkt zu prüfen, Fingerabdrücke und Gesichtsbilder aufzunehmen und unglaubwürdige Anträge bereits vor der Entscheidungsphase abzulehnen.
Auswirkungen auf Unternehmen und Reisende – Im Jahr 2025 beantragten rund 105.000 Brasilianer ein portugiesisches Visum, davon 40 Prozent per Post. Multinationale Unternehmen, die Mitarbeiter zwischen Brasilien und Portugal austauschen – insbesondere in den Bereichen Energie, IT und Bauwesen – sehen sich nun mit höheren Compliance-Kosten konfrontiert. Mobility-Manager müssen Flüge innerhalb Brasiliens oder Übernachtbusse zwischen Städten einplanen, damit Mitarbeiter aus Manaus, Fortaleza oder Porto Alegre zu den biometrischen Terminen erscheinen können. Experten empfehlen, Antragsteller projektbezogen zu bündeln, Unterlagen vorab zu prüfen und, wenn das Budget es zulässt, VFS-Premium-Lounges in São Paulo oder Rio de Janeiro zu nutzen, um Wartezeiten zu verkürzen.
Breiterer Schengen-Kontext – Spanien und Italien verlangen seit langem die persönliche Vorsprache brasilianischer Antragsteller, und Frankreich plant, diesem Beispiel zu folgen, sobald das EU-Ein- und Ausreisesystem (EES) später in diesem Jahr in Betrieb geht. Migrationsrechtler gehen davon aus, dass Portugals strengere Regelung von anderen Schengen-Staaten, die viele brasilianische Visa bearbeiten, genau beobachtet wird; sollten Betrugsfälle und Rückstände zurückgehen, könnten weitere Konsulate die postalische Einreichung abschaffen. Organisationen, die regelmäßig brasilianische Mitarbeiter nach Europa entsenden, sollten sich daher auf eine europaweite Umstellung auf persönliche biometrische Erfassung einstellen.
Praktische Hinweise – Brasilianische Reisende mit doppelter EU-Staatsbürgerschaft sind nicht betroffen, ebenso wenig Touristen, die den 90-tägigen visafreien Aufenthalt der EU nutzen. Alle anderen sollten VFS-Termine frühzeitig buchen – die Slots für April und Mai waren innerhalb von 24 Stunden nach Bekanntgabe bereits zu 60 Prozent vergeben – und vollständige Antragsunterlagen (einschließlich Reiseversicherung und Finanznachweis) vorbereiten. Unternehmen werden aufgefordert, interne Reiserichtlinien zu aktualisieren, Entsandte daran zu erinnern, dass Reisepässe mindestens drei Monate über den geplanten Aufenthalt hinaus gültig sein müssen, und die offiziellen portugiesischen Kanäle auf mögliche Übergangsfristen zu überwachen, falls die Warteschlangen unüberschaubar werden.
Quelle: The Portugal News
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