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Wien startet Gespräche über Migrationspakt mit Usbekistan und will Rückführungen sowie legale Wege erleichtern

März 12, 2026
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Wien startet Gespräche über Migrationspakt mit Usbekistan und will Rückführungen sowie legale Wege erleichtern
Das österreichische Kabinett hat am 11. März grünes Licht für Verhandlungen mit Usbekistan über eine umfassende Migrationspartnerschaft gegeben. Laut Berichten von VIENNA.AT soll das geplante Abkommen die Rücknahme usbekischer Staatsangehöriger sowie Drittstaatsangehöriger regeln, die Usbekistan auf dem Weg nach Österreich durchqueren und später keinen Asylanspruch geltend machen können. Zudem sollen Charter-„Durchgangsflüge“ für Abschiebungen erleichtert werden, wenn die Herkunftsländer keine direkten Flugverbindungen nach Wien haben.

Über die Rückkehrkooperation hinaus zielt das Abkommen darauf ab, legale Mobilitätswege zu erweitern. Entwürfe, die Diplomaten vorliegen, sprechen von Austauschprogrammen für Fachkräfte, Studierende, Forschende und deren Familien. Österreichische Unternehmen im Bau- und Ingenieurwesen rekrutieren seit Langem Fachkräfte aus Zentralasien, hatten jedoch mit Visaverzögerungen zu kämpfen. Die Regierung hofft, dass eine bilaterale Quote die Ausstellung von Rot-Weiß-Rot-Karten für gefragte Berufe beschleunigen kann.

Wien startet Gespräche über Migrationspakt mit Usbekistan und will Rückführungen sowie legale Wege erleichtern


Außenministerin Beate Meinl-Reisinger bezeichnete die Initiative als Doppelstrategie: „Klare Konsequenzen für jene ohne Schutzgrund, aber neue Chancen für Talente, die wir wirklich brauchen.“ Innenminister Gerhard Karner betonte, dass die Nähe Usbekistans zu Afghanistan die Zusammenarbeit für die Bearbeitung von Weiterbewegungen aus Krisengebieten unerlässlich macht.

Wird das Abkommen abgeschlossen, würde es den bestehenden Rückkehrvereinbarungen Österreichs mit Marokko und Georgien ähneln und sich an der EU-Agenda für Talentpartnerschaften 2024 orientieren. Die Verhandler hoffen, vor dem Sommer ein Memorandum of Understanding zu unterzeichnen, doch Beobachter warnen, dass die Umsetzung von der praktischen Handhabung der Dokumentenprüfung und der Ausstellung von Transitvisa in Taschkent abhängt.

Für Teams im Bereich globale Mobilität und Personalmanagement signalisieren die Gespräche mögliche zukünftige Schnellverfahren für usbekische Spezialisten in Branchen wie Schienenbau, IT-Outsourcing und Hotellerie. Asylfallmanager sollten hingegen mit schnelleren Abschiebungen rechnen, sobald das Abkommen in Kraft tritt, was die Frist für Beratungen zur freiwilligen Rückkehr verkürzt.
Quelle: VIENNA.AT

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