
Die Canada Border Services Agency (CBSA) bestätigte am 20. März, dass sie 35 ausländische Staatsangehörige im Zusammenhang mit einer Welle von Erpressungen gegen vorwiegend von Südasiaten geführte Unternehmen im Großraum Lower Mainland in British Columbia ausgewiesen hat. In einem Statusbericht gab die Behörde bekannt, dass derzeit 372 aktive Einwanderungsuntersuchungen und 70 Ausweisungsbefehle im Zusammenhang mit dem kriminellen Netzwerk vorliegen, das unter anderem Brandstiftung und Schießereien aus fahrenden Fahrzeugen umfasst. Zwei kürzlich abgeschobene Personen verdeutlichen den erweiterten Fokus der Behörde: Arshdeep Singh, der 2022 mit einem Studienvisum eingereist war, wurde wegen bandenbezogener Straftaten für nicht zulässig erklärt und am 19. Januar aus Kanada begleitet. Sukhnaaz Singh Sandhu, seit 2016 als temporärer Bewohner registriert, wurde am 3. Februar ausgewiesen, nachdem das Immigration and Refugee Board ihn in Verbindung mit organisierter Kriminalität gebracht hatte. Die CBSA kündigt an, im Rahmen eines 30,4 Millionen Dollar schweren „Border Plans“ 1.000 neue Beamte einzustellen und mit Erpressungs-Sondereinheiten in British Columbia, Alberta und jüngst auch im Großraum Toronto zusammenzuarbeiten. Für Arbeitgeber, die auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen sind, bedeutet die Verschärfung der Kontrollen strengere Prüfungen und die Gefahr plötzlicher Ausweisungen, die den Geschäftsbetrieb stören könnten. Berater empfehlen Unternehmen, die temporäre Arbeitskräfte beschäftigen, ihre Compliance-Protokolle – insbesondere Dokumentation und Vor-Ort-Kontrollen – zu überprüfen, um Reputationsschäden zu vermeiden, falls Mitarbeiter in kriminelle Ermittlungen verwickelt werden. Aus einer breiteren Perspektive der Mobilität unterstreicht der Fall Ottawas Absicht, die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten, ohne die wirtschaftliche Einwanderung zu gefährden. Obwohl die Zahlen im Vergleich zur Gesamtzahl der Neuankömmlinge in Kanada gering sind, hält die hohe mediale Aufmerksamkeit der Straftaten Einwanderungsbetrug und Sicherheitsbedenken fest im Fokus der politischen Entscheidungsträger.
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