
Ein großflächiges nordamerikanisches Sturmsystem – von den US-Medien als Wintersturm Iona bezeichnet – fegt seit dem späten 13. März 2026 über Teile Ontarios, Québecs und Atlantik-Kanadas hinweg und wird voraussichtlich bis zum Abend des 16. März andauern. Environment and Climate Change Canada (ECCC) hat Blizzard-, Eisregen- und Windwarnungen für 72 Gemeinden herausgegeben. Die Flughäfen Toronto Pearson und Montréal–Trudeau melden Ausfallraten von 28 % bzw. 34 %. Die kanadische Grenzschutzbehörde (CBSA) weist darauf hin, dass Lkw an den Grenzübergängen Ambassador Bridge und I-87/Lacolle mit Wartezeiten von bis zu drei Stunden rechnen müssen, da US-Behörden Geschwindigkeitsbeschränkungen verhängt haben. VIA Rail hat vorsorglich alle Corridor-Verbindungen zwischen Windsor und Québec City für den 15. und 16. März gestrichen und bietet kostenfreie Umbuchungen bis zum 31. März an. Air Canada, WestJet und Porter haben flexible Umbuchungsregelungen eingeführt; Reiseversicherer warnen jedoch, dass der Versicherungsschutz je nach Kaufdatum der Tickets im Verhältnis zu den Sturmwarnungen variiert. Geschäftsreisende sollten Notfallpläne aktivieren, einschließlich Homeoffice-Regelungen für Mitarbeiter, die Kundentermine nicht wahrnehmen können. Arbeitgeber mit ausländischen Arbeitnehmern, deren Arbeitserlaubnisse oder Aufenthaltsdokumente diese Woche ablaufen, werden dringend gebeten, Online-Verlängerungen zu beantragen, da die CBSA die gleichen Tagesimmigrationsdienste an den Landgrenzstellen in Südontario vorübergehend ausgesetzt hat. Unternehmen, die zeitkritische Waren versenden, sollten sich ebenfalls auf mögliche Schienen- und Straßensperrungen bis Mitte der Woche einstellen, während Teams vereiste Stromleitungen räumen. Klimaforscher weisen darauf hin, dass solche Märzstürme zunehmend häufiger auftreten und die landesweiten Mobilitätsprogramme komplexer und kostspieliger machen. Organisationen sollten erwägen, Extremwetterklauseln in ihre Reiserichtlinien aufzunehmen, die Unterkunft, Tagegelder und rechtliche Aspekte für gestrandete Mitarbeiter abdecken. Die vorläufigen Modellierungen von ECCC deuten darauf hin, dass sich die Lage ab dem 17. März allmählich entspannt, doch die Rückstände im Flugverkehr könnten mehrere Tage zur Aufarbeitung benötigen.